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11Jan/120

Die mobilen IT-Strategien für 2012: Kontrolle oder Freiheit

Um es mit dem Fussball-Trainer Hans Meyer zu sagen: "Gehen Sie davon aus", dass Mobility kein Trend ist, sondern mobile Endgeräte den IT-Markt nicht nur ergänzen, sondern in Teilen sogar ersetzen werden. Man muss wirklich kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass der Einsatz von mobilen Endgeräten vor allem in Unternehmen auch in 2012 massiv zunehmen wird. Was erwartet die Mitarbeiter in diesem Zusammenhang? Die Analysten von Gartner haben sich zu Beginn des neuen Jahres mit der "Konsumerisierung" in der IT auseinandergesetzt und dabei vier Strategien herausgestellt, wie CIOs mit dem Handling von mobilen Endgeräten umgehen können:

  1. Kontroll-orientiert - Die IT stellt die mobilen Endgeräte und verwaltet die darauf enthaltenen Apps und Services vollständig
  2. Wahl-orientiert - Die IT lässt eigene Endgeräte zu, bietet Services und Applikationen aber hauptsächlich in der Cloud an, um somit ein Mindestmass an Sicherheit garantieren zu können
  3. Innovations-orientiert - Die Mitarbeiter haben die vollständige Freiheit, welche Geräte sie benutzen möchten. Die IT stellt Ihnen diese zur Verfügung und kümmert sich um kritische Bereiche wie Datenschutz und Risikomanagement.
  4. Hände weg - Die IT stellt schlicht keine mobilen Endgeräte zur Verfügung und ermutigt die Mitarbeiter, ihre eigenen Geräte am Arbeitsplatz zu verwenden.

Hieraus ergibt sich interessanter Aspekt: Gartner geht in jedem Fall davon aus, dass mobile Endgeräte in Unternehmen eingesetzt werden und in der Regel von unterschiedlichen Herstellern kommen bzw. mit unterschiedlichen Betriebssystemen ausgestattet sind. Und woher kommen die entsprechenden Business-Applikationen? Stand heute gibt es zwar schon etliche Business-Dienste in der Cloud, wie z.B. Salesforce. Viele Software-Anbieter (natürlich auch im ECM-Bereich) bieten schon heute mobile Apps an, die wenigsten allerdings für beliebige Endgeräte.

Meine mobilen Endgeräte - und nur eins davon stellt mir meine Firma

"Gehen Sie davon aus", dass es nur wenige ECM-Anbieter geben wird, die sich den Herausforderungen der Konsumerisierung und somit der Einbindung von beliebigen mobilen Endgeräten in den Unternehmenskontext kurzfristig stellen werden oder können. Mein Arbeitgeber OpenText tut dies glücklicherweise und zwar sowohl mit vorgefertigten Apps, die den Einsatz der OpenText-Produktpalette auf mobilen Endgeräten ermöglichen, wie auch bei der Erstellung und Verwaltung individueller Business-Apps, unterstützt durch das OpenText Mobility Framework, der Wave Platform.

Mit der Wave Platform können Sie, unabhängig von der Wahl Ihrer mobilen IT-Strategie, Ihr Business auf die Endgeräte Ihrer Mitarbeiter bringen. Egal ob Tablet oder Smartphone, die Devise lautet: einmal erstellen und auf beliebigen Endgeräten installieren. Ein gutes Kundenbeispiel ist die Organisation Emergency Medicine Physicians in den USA. OpenText ermöglicht es den Mitarbeitern von EMP, ihre vertraute Desktop-Umgebung auch auf Ihren mobilen Endgeräten zu nutzen, unabhängig davon, welches Betriebssystem sie einsetzen. "Gehen Sie davon aus", dass sich Ärzte eher nicht vorschreiben lassen, mit welchem Smartphone oder Tablet sie arbeiten möchten.

"Gehen Sie davon aus", dass uns die Konsumerisierung in 2012 weiter beschäftigen. Jedes Unternehmen wird sich der Herausforderung stellen müssen, dass Mitarbeiter selbständiger und innovativer mit Technologie umgehen werden. Treten Sie mit uns in den Dialog: wie sind Ihre Anforderungen heute und morgen? "Gehen Sie davon aus", dass wir mit Ihnen gemeinsam die richtige mobile IT-Strategie finden und unterstützen können!

4Nov/110

Pack’s weg oder ich tue das!

Wie Sie schon wissen, bin ich ein Mobility Junkie. Ich nehme mein Smartphone wirklich überall mit hin und schaue acuh relativ häufig drauf. Allerdings gibt's da eine Ausnahme: Meetings. Was machen Sie, wenn Sie in ein Meeting gehen? Nehmen Sie Ihr Smartphone/Blackberry mit? Oder sogar Ihr Notebook? Und wenn ja, nutzen Sie das während des Meetings?

Ich bin sehr häufig in internen Meetings und gebe Kundenpräsentationen. Und nur sehr selten erlebe ich einen komplett "Gadget"-freien Termin. Offene Notebooks, auf denen während einer Präsentation gearbeitet wird und Blackberrys, auf denen alle 5 Minuten die Mails gecheckt werden sind mittlerweile üblich.

Mich als Präsentierenden führt das zu weiteren Fragen: Ist das Thema zu langweilig? Präsentiere ich schlecht? Sind die Teilnehmer vieleicht sogar nur aus Versehen in diesem Meeting und beschäftigen sich deswegen nicht mit dem Inhalt? Auf jeden Fall beeinflusst die Gadget-Benutzung meinen Vortrag. Es gibt mir das Gefühl, ich könnte auch irgendetwas Beliebiges erzählen, da einige Teilnehmer sich offensichtlich mit etwas Anderem beschäftigen.

Wie kann man diese Situation ändern? Jeder Präsentations-Coach wird sagen: Sprich das Thema an - frag offensiv in die Runde, ob andere Dinge gerade wichtiger sind, dann kann man das Meeting ja gegebenenfalls verschieben. In internen Terminen bin ich mittlerweile dazu übergegangen, dies auch wirklich genau so zu tun. Das funktioniert allerdings nur, wenn ich die Rolle des Moderators habe. Bei Kundenterminen gestaltet sich das deutlich schwieriger. So richtig traue ich mich das ehrlich gesagt nicht. Ich will ja niemanden "vor den Kopf stossen".

Warum eigentlich nicht? Schließlich habe ich mir viel Zeit genommen, mich vorzubereiten und eine gute Präsentation abzuliefern. Beim nächsten Kundentermin lege ich am besten Spielregeln fest: keine Gadgets während der Präsentation, dafür eine längere Pause, in der sich jeder um das wichtige Tagesgeschäft kümmern kann. Vieleicht hilft aber auch genau an dieser Stelle das Einbinden der "Mobile Junkies". Beim nächsten Mal frage ich einfach, ob der iPhone-Besitzer nicht mal ein Foto vom Whiteboard machen und das dann direkt in die Dropbox hochladen kann. Oder ich danke dem ewigen Mail-Schreiber, dass er direkt die Aufgabe des Protokoll-Schreibens übernimmt.

Was sind Ihre/Eure Erfahrungen? Wer "verbietet" in Meetings Gadget-Nutzung und wer traut sich nicht wirklich? Ich freue mich auf Kommentare!

PS: In der Schule ist das heute ziemlich einfach, da heisst's nur: Pack's weg oder Du kannst es Dir nach den Sommerferien bei mir abholen - daher auch der Titel.

PPS: Ich geb's zu, die Idee zu diesem Blogeintrag kam mir während eines Meetings und ich hab ihn gleich dort in Evernote eingetragen. Ich gelobe Besserung und gehe im nächsten Meeting wieder mit gutem Beispiel voran!

30Sep/110

Die Matrix lebt! Virtuell wird Realität.

Wie soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Diese Frage stellt Bianca Gade im netmedia Blog und möchte mit den Antworten ein ebook erstellen. Wir von F4ECM haben uns überlegt, was wir dazu beitragen können und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir heute schon recht nah dran sind, am Arbeitsplatz, wie wir ihn uns vorstellen. Dabei geht es uns primär um die Fragestellung, wie wir arbeiten bzw. arbeiten wollen. Unsere Unterhaltung dazu haben wir hier aufgeschrieben.

Wie war das eigentlich damals?

Klaus: Mein damaliger Chef Werner sagte zu mir: “Da gibt es zwei Kollegen, Marc und Thomas, unterhalte Dich mal mit denen!”. Gesagt, getan und dann kam noch Matthias dazu.

Matthias: Erstmal ging es um den abteilungsübergreifenden Austausch. Wir haben bemerkt, dass wir alle an ähnlichen Themen arbeiten; da mussten wir einen Weg finden, uns auszutauschen und gemeinsam an (Kunden-)Projekten zu arbeiten.

Marc: Und irgendwann haben wir uns dann einfach mal in Hamburg getroffen und unser virtuelles Team ins Leben gerufen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und haben die ersten gemeinsamen Projekte umgesetzt, wie z.B. unsere Mobility Show auf den letzten Content Days.

Hat man euch das einfach so erlaubt?

Klaus: Ja, bei mir war das so und das war gut so, denn wir arbeiten heute immer noch gemeinsam zusammen.

Thomas: Dabei war es nicht nur so erlaubt, sondern explizit gewünscht, jedenfalls von meinem Management. Wir wollen und sollen nicht in unserem Elfenbeiturm sitzen und unsere Themen für uns aufarbeiten. Unser Ziel ist es auch die Sichtweise der anderen Abteilungen und auch der europäischen Kulturunterschiede zu berücksichtigen um voneinander zu profitieren und zu lernen.Warum funktioniert etwas in Deutschland aber in Schweden nicht und was machen die Engländer anders?

Matthias: Naja, unser Austausch hat ganz gut funktioniert und wir konnten ja auch relativ schnell einige gute Ideen und Aktionen beisteuern und umsetzen. Bei OpenText ist viel die Rede von “purpose-driven virtual teams” - ich denke das trifft voll und ganz auf uns zu: der Zweck ist die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit an innovativen Themen und die schnelle Umsetzung von Ergebnissen von denen die gesamte Organisation profitieren kann.

Und dann?

Thomas:Die große Frage, die wir leider nicht mit 43 beantworten konnten. Wie können wir die großen Themen im ECM-Bereich sowie Social Media und Mobility für unsere Kunden im Business-Zusammenhang darstellen und das ganze auf keinen Fall mit PowerPoint?

Matthias: Dann, dann kam der OpenText Content Day, die jährliche Kundenveranstaltung mit über 500 Teilnehmern.

Marc: Unser erster gemeinsamer Auftritt...

Matthias, Klaus und Thomas bei den Proben zum Content Day

Erzählt doch mal was zum Content Day Projekt

Thomas:Wir wussten was wir erreichen wollten, hatten aber keinen blassen Schimmer wie. Nachdem wir dann in “Brainstorming Sessions” viele Ideen gesammelt hatten, haben wir sehr gnadenlos ausgesiebt. http://www.youtube.com/watch?v=JPqFNQCXF9Y
Was war Umsetzbar, finanziell, zeitlich und vor allen Dingen wie passt das zusammen.

Klaus: Die Entwicklung des Storybooks hat einfach nur Spaß gemacht und das Ergebnis war auch Dank unseres Videofilmers Hans-Jürgen einfach super..

Marc: Umgesetzt haben wir dann ein dreiteiliges Bühnenstück mit echten Beispielen aus dem ganz normalen Business-Alltag: schnell mal eben was erledigen, ohne dass man dafür im Büro sein muss. Einfach mobil arbeiten, das haben wir dann etwas anders als sonst dargestellt.

Wie findet ihr denn eure Themen?

Klaus: Die Frage muß für mich eigenlich lauten: “Warum findet ihr neue Themen?”. Weil sich aus unseren Ideen viele gute, neue Themen ergeben. Das ganze basiert sehr stark auf Anregungen von Kollegen, aus unseren Produkten und natürlich viel lesen, online und offline (das sind Bücher).

Thomas: In unserem Arbeitsumfeld passiert täglich etwas Neues. Wir tauschen uns viel aus und beobachten was den Markt und vor allen Dingen unsere Kunden bewegt oder für diese spannend werden könnte.

Matthias: Unsere Themen sind sicher innovativ und manchmal ein bisschen der Zeit voraus. Da muss man aufpassen nicht zu weit voraus zu preschen. Aber als “Think Tank” muss man wohl auch ein bisschen “spinnen” dürfen, oder?

Marc: Und das mit dem “Spinnen” funktioniert ganz gut, vor allem bei uns. Einer hat immer Ideen, die diskutieren wir dann und machen mit den besten weiter.

Und wie arbeitet ihr konkret zusammen?

Thomas: Wir reden, zeichnen, streiten, lachen (sehr viel) und finden dann beim Türken oder Griechen (gemeinsames Mittagessen) bis jetzt immer einen gemeinsamen Konsens. Sollte das nicht mehr funktionieren werden wir mal den Italiener ausprobieren.

Marc: Ich hoffe allerdings sehr, dass es soweit nicht kommt! Wirklich spannend an unserer Arbeitsweise finde ich, dass wir teilweise mit komplett konträren Meinungen an ein Thema herangehen und im Endeffekt bei einem gemeinsamen Ergebnis landen. Dabei überzeugen wir uns gegenseitig mit Argumenten, ohne dass jemand wirklich große Zugeständnisse machen muss sondern jeder zu jedem Ergebnis vorbehaltlos steht.

Matthias: … das geht aber nur bei gegenseitiger Wertschätzung und der Akzeptanz, dass jeder auf einem anderen Gebiet zu Hause ist und ein paar Spezialerfahrungen aus der Vergangenenheit beisteuern kann. Wenn die wie hier alle einbezogen und genutzt werden kann viel Kreativität und Relevanz entstehen.

Was macht ihr mit den Ergebnissen?

Klaus: Unsere Kollegen, unsere Teams und unser Management stehen vielen Ideen offen gegenüber. Das motiviert und ermöglicht uns viele Umsetzungen.

Thomas: Wir stellen Sie in unserem Management vor und haben dabei das Glück nicht auf hierarchische Schranken zu treffen sondern auf Interesse und offene Ohren.

Matthias: Und wir versuchen natürlich die Ergebnisse in unsere Teams zurück zu tragen. Das klappt manchmal prima, manchmal weniger gut. Aber wir arbeiten dran.

Was würdet ihr anderen empfehlen?

Klaus: Findet Spaß an Euren Themen. Ihr seid kreativer als Ihr denkt. Sucht Euch Kollegen, die mitmachen.

Marc: Initiative, ein gesunder Antrieb, ist ein wichtiges Element. Jeder hat tolle Ideen, traut Euch einfach, diese auszusprechen und mit anderen zu diskutieren. Und lasst Euch auf keinen Fall demotivieren, falls eine Idee mal nicht funktioniert - ein Stürmer im Fußball braucht auch viele Schüsse, bevor mal einer trifft.

Thomas: Machen und nicht auf eine Einladung warten. Die kommt in den seltensten Fällen. Traut Euch etwas anders zu machen und sucht Euch Mitstreiter die für die gleichen Themen brennen. Überlegt Euch gut, wie und was Ihr vorstellt, das sollte sehr außergewöhnlich sein. Aber das Potential ist da, wenn der Schalter erst mal umgelegt wurde.

Matthias: Mut zu neuem Denken. Aber die Kommunikation, Politik und Organisation nicht vergessen!

Spielt die Technologie für euch eine Rolle?

Klaus: Zuerst nicht, da sind es Ideen und Themen. Dann natürlich auch die Technologien für die Umsetzung.

Thomas: Technologie ist nicht so wichtig für die eigentliche Arbeit aber für die Inspiration und die Ideenfindung.Wir arbeiten alle in einer Hightech Firma und sind somit auch Technik-verliebt. Ich arbeite gern mit dem iPad und interessiere mich für neue Entwicklungen. Aber wenn die Technik Mittel zum Zweck und nicht mehr im Zusammenhang zum Business steht und keine Mehrwerte erzeugt, stellen wir uns immer wieder die Frage ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Matthias: naja, Thomas, wir sind schon Spielkinder. Ich sag nur: Twitter, Blogs, Apple, Hangouts. Solange die Technik hilft besser zu kommunizieren und effizienter zu werden macht das für mich Sinn.

Marc: Wir sind zwar keine Nerds, lieben aber kleine Gadgets. Neue, coole Technologie ist bei uns schon immer auch ein Thema.

Proben vor der riesigen Leinwand

Ist das effizient?

Klaus: Einfach nur: Ja.

Marc: Auf jeden Fall ist der Output bis jetzt ziemlich gut angekommen.

Thomas: Für die Themen die wir bearbeiten auf jeden Fall! Bei uns geht es viel um Kreativität und um neue Sichtweisen. Dafür muss man sich austauschen und kann nicht vor einem weißen Blatt im stillen Kämmerlein sitzen.

Matthias: Sehe ich auch so: der Output / Zeit ist schon recht hoch.

Was inspiriert euch?

Klaus: Marc!

Marc: Thomas!

Thomas: Matthias!

Matthias: Klaus!

Spielt für euch Freizeit eine Rolle?

Klaus: Eine sehr wesentliche Rolle. Nur mit Familie und meinen Hobbys kann ich richtig abschalten und neue Energie aufladen. Na ja, so bei der Auswahl von Literatur ist Arbeit und Freizeit schon oft eng bei einander.

Marc: Aus meiner Sicht ist das eine Frage der Definition von Freizeit bzw. von Arbeit. Wenn ich am Wochenende Mails lese oder einen Blogbeitrag schreibe, ist das Arbeit? Wenn ich am Montag um 9 Uhr die neuesten Nachrichten von Mashup lese und aktuelle Blogbeiträge scanne, ist das Freizeit?

Matthias: Die Familie darf nicht zu kurz kommen! Ich sehe schon einen Trend zur Verschmelzung von Arbeit und Freizeit, da die Kommunikation einen überall hin begleitet - und das in beide Richtungen.

Was plant ihr für die Zukunft?

Klaus: Ich lebe eigentlich im “heute”. Die Zukunft entwickelt sich automatisch aus unserer Zusammenarbeit.

Thomas:Weitermachen, neue Themen aufgreifen und Kollegen ermutigen und inspirieren ähnliche Wege einzuschlagen.

Marc: Noch mehr Ideen generieren und immer wieder ausprobieren. Und vor allem: falls mal was nicht funktioniert: lernen und mit dem nächsten Projekt weitermachen.

Matthias: Tu’ Gutes und rede drüber. Don’t do stupid!

23Sep/110

Kennen Sie das? Social Media beruflich vs privat

Kennen Sie das noch von früher? Man sitzt gemütlich bei einem Bier oder Wein zusammen und plötzlich kommt die Sprache auf einen bestimmten Film, dessen Hauptdarsteller einem partout nicht einfallen will. Irgendwer hatte dann mit Sicherheit einen "Telefonjoker", den man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen konnte, der die Antwort wie aus der Pistole geschossen liefern konnte. Das Gleiche gillt natürlich für Musik, wobei man hier je nach Musikrichtung unterschiedliche Joker anrufen konnte. Heute läuft das Ganze eher so ab: Man kommt nicht auf den Hauptdarsteller, holt sein Smartphone raus und googelt nach dem Film. Die IMDB weiss dann bestimmt die Antwort.

Kennen Sie das noch von früher? Sie sind zum Abendessen mit einem guten Freund verabredet und haben sich auf jede Menge Themen eingestellt: Filme, Musik, tagesaktuelle Nachrichten. Nicht berücksichtigt haben Sie, dass Ihr Freund neuerdings meint (und das mit deutlich über 40), er wäre ein "Digital Native". Sie wollen gerade anfangen, über die neue CD der Foo Fighters zu sprechen, als er urplötzlich sein Smartphone zückt und Ihnen seine neuesten Tweets zeigt, Vor- und Nachteile von Tweetdeck und Hootsuite erläutert und Ihnen die Facebook-Seite einer "digitalen Freundin" vom letzten Barcamp präsentiert.

Manche Dinge waren früher tatsächlich besser, vor diesem ganzen Social Media und Mobility Gedöns. Das allwissende Google ist dank mobiler Endgeräte permanent verfügbar (OK, das kann auch mal ganz hilfreich sein) und statt über Musik zu sprechen, tweetet man darüber. Hier geht aus meiner Sicht schon einiges an direkter (und vor allem sinnvoller) Kommunikation verloren. Zumindest privat. Und im Berufsleben?

Kennen Sie das? Sie wurden im Teammeeting dazu verdonnert, das Protokoll zu schreiben. Irgendwo muss doch diese Vorlage sein, aber wo nur? Früher hätten Sie als erstes die Laufwerke M:, R: und K: durchsucht, dann Ihr E-Mail-Konto (irgendjemand hat mir die Vorlage doch mal gemailt) um direkt danach zu kapitulieren und die Vorlage von 1998 (die war noch auf C:) zu verwenden. Heute funktioniert das etwas anders: kurze Frage im Firmen-internen Mikroblog gestellt, die Antwort lässt keine 2 Minuten auf sich warten. Dank Integration ins Dokumenten Management System können Sie direkt auf den Link klicken und haben sofort Zugriff auf die aktuellste Version der Protokollvorlage.

Kennen Sie das? Auf dem Weg nach Hause fällt Ihnen ein, dass da ja noch diese Rechnung ist, die Sie eigentlich heute noch freigeben müssen. Früher hatten Sie mehrere Möglichkeiten: umdrehen, zurück zur Firma, beim Pförtner anmelden (es ist schließlich schon spät), Rechner hochfahren, SAP starten, Rechnung freigeben. Oder einfach nach Hause fahren, Rechnung für den Abend vergessen und morgen im Büro so tun, als hätte Ihnen keiner gesagt, dass es da noch eine wichtige Rechnung gibt. Heute funktioniert das etwas ander: Smartphone gezückt, Firmen-App gestartet, rein in den Workflow, Rechnung anschauen, passt alles. Per Knopfdruck und ohne den Rechner noch mal hochzufahren können Sie die Rechnung freigeben - Ihr Partner freut sich über die gewonnene gemeinsame Zeit und Sie Sich über 10% Skonto.

Im Berufsleben helfen Social Media und mobile Endgeräte enorm. Geschäftsprozesse werden beschleunigt und die Kommunikation mit Kollegen, egal wo diese gerade sind, funktioniert einfach besser. Was sind Ihre Beispiele für den Einsatz von Social Media und mobilen Endgeräten im Arbeitsalltag? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

9Sep/110

Ich heiße Marc und ich bin ein Mobil-Junkie

Ich geb’s zu: ich bin ein Mobility-Junkie! Es fällt mir schwer, nicht wenigstens einmal pro Stunde auf eines meiner mobilen Endgeräte zu schauen. Im letzten Familienurlaub habe ich zum ersten Mal auf meinen Laptop verzichtet – dafür habe ich sowohl meinen Blackberry wie auch mein iPhone und das Samsung Galaxy Tab mitgenommen (und sogar alle drei benutzt). Ich bin wirklich sehr glücklich, dass meine Frau mich trotzdem noch liebt!

Drei Platformen bedeuten für mich drei unterschiedliche Use Cases: jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile – genau darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Meine mobilen Endgeräte

Blackberry Bold 9800
Seit mittlerweile 8 Jahren „darf“ ich mit einem Blackberry arbeiten. Wie nicht anders zu erwarten, ist er nach wie vor meine absolute Nummer Eins für E-Mails und Kalender. Leider aber auch wirklich nur dafür. Natürlich habe ich mich auch mit der BB App World beschäftigt und einige Apps (hauptsächlich Social Media Tools wie Facebook und Twitter) ausprobiert. Besonders im Vergleich zum iPhone liegen hier die zwei großen Schwachstellen:

1. Die Auswahl an Apps ist nach wie vor extrem bescheiden, besonders was Deutsch-sprachige Apps angeht und
2. Bedienkomfort und Funktionalität fallen im Vergleich zu Apple deutlich ab.

Was die Batterielaufzeit angeht, bin ich mäßig zufrieden. Wenn ich viel telefoniere (und genau das gehört zu meinem Job) muss ich täglich aufladen. Nutzt man dagegen hauptsächlich die E-Mail Funktionen (z.B. im Urlaub) hält der Akku fast eine Woche.

Samsung Galaxy Tab
Vor ein paar Monaten habe ich mein erstes Tablet bekommen, hauptsächlich, um es auf Business-Tauglichkeit zu testen. Ziel war, unterwegs nur noch mit dem Tablet zu arbeiten und auf einen Laptop zu verzichten. Leider ist das aus meiner Sicht mit dem Galaxy Tab nicht möglich. Rein technisch funktioniert der Video-Ausgang nicht besonders gut mit alten Beamern, ich habe Streifen und Schlieren bei einigen Modellen, so dass eine Projektion nicht möglich ist. Dazu kommt, dass die meisten Beamer unter der Decke angebracht sind und ich daher nur einen VGA-Anschluss zur Verfügung habe, den ich leider nicht bedienen kann.

Das Galaxy Tab hat für mich zwei weitere große Einschränkungen:

1. Der App Store ist zwar deutlich umfangreicher als bei Blackberry, trotzdem finde ich (besonders beim Stöbern) nicht annähernd die Auswahl wie bei Apple und
2. Ist die Auflösung nicht für ein Tablet sondern für Mobiltelefone entwickelt. Somit sehe ich beim normalen Internetbrowsen z.B. meist die Mobil-Seite, obwohl die Auflösung deutlich mehr möglich macht.

Mit der Android Version 3.0 wird sich hier hoffentlich einiges ändern, leider gibt es immer noch keine Update-Möglichkeit. Somit ist das Galaxy für mich mehr ein „großes Handy“ als eine echte Laptop-Alternative. Was die Batterielaufzeit angeht: Nutze ich das Galaxy mal drei Tage lang gar nicht, ist die Batterie komplett leer. Ja, ich lasse sowohl 3G als auch W-Lan aktiv. Bei einem Gerät, dass ich definitiv niemals als Telefon verwenden würde, erwarte ich, dass diese abgeschaltet werden und somit eine höhere Batterie-Laufzeit erreicht wird.

Einen deutlichen Vorteil hat das Galaxy allerdings: ich kann’s per USB anschließen und direkt Videos, MP3s und Dateien ohne zusätzliche Software wie iTunes einfach übertragen.

iPhone 4G
Das iPhone ist mein absoluter Liebling, ohne den ich nicht mehr das Haus verlasse. Dafür gibt es genau drei gute Gründe:

1. Die Apps
2. Die Apps
3. Die Apps

Ja, auch die Bedienung und das Retina-Display sind gut. Ja, auch Facetime ist klasse (jetzt kann mich mein Sohn von seinem iPod Touch aus anrufen). Ja, die Kamera macht so gute Bilder, dass ich meine Digicam nur noch selten mitnehme. Was für mich wirklich zählt sind die Apps: die Auswahl im App Store ist gigantisch, trotzdem finde ich mich über die Top25-Funktion bestens zurecht und finde über die Suche immer die App, das ich gerade brauche. Die Funktionalität der Apps ist in der Regel auf mein iPhone zugeschnitten, die Benutzung mehr als einfach. Und ausserdem finde ich immer ein kleines Spielchen für zwischendurch.

Wenn Apple jetzt noch ein richtig gutes „Outlook“ baut (oder von Microsoft entwickeln lässt) und die Kalenderfunktionen von Exchange bietet, kann ich meinen Blackberry wohl endgültig einmotten. Und vieleicht bekomme ich dann auch ein iPad als Galaxy-Ersatz.

   

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