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9Sep/110

Ich heiße Marc und ich bin ein Mobil-Junkie

Ich geb’s zu: ich bin ein Mobility-Junkie! Es fällt mir schwer, nicht wenigstens einmal pro Stunde auf eines meiner mobilen Endgeräte zu schauen. Im letzten Familienurlaub habe ich zum ersten Mal auf meinen Laptop verzichtet – dafür habe ich sowohl meinen Blackberry wie auch mein iPhone und das Samsung Galaxy Tab mitgenommen (und sogar alle drei benutzt). Ich bin wirklich sehr glücklich, dass meine Frau mich trotzdem noch liebt!

Drei Platformen bedeuten für mich drei unterschiedliche Use Cases: jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile – genau darum geht es in diesem Blogbeitrag.

Meine mobilen Endgeräte

Blackberry Bold 9800
Seit mittlerweile 8 Jahren „darf“ ich mit einem Blackberry arbeiten. Wie nicht anders zu erwarten, ist er nach wie vor meine absolute Nummer Eins für E-Mails und Kalender. Leider aber auch wirklich nur dafür. Natürlich habe ich mich auch mit der BB App World beschäftigt und einige Apps (hauptsächlich Social Media Tools wie Facebook und Twitter) ausprobiert. Besonders im Vergleich zum iPhone liegen hier die zwei großen Schwachstellen:

1. Die Auswahl an Apps ist nach wie vor extrem bescheiden, besonders was Deutsch-sprachige Apps angeht und
2. Bedienkomfort und Funktionalität fallen im Vergleich zu Apple deutlich ab.

Was die Batterielaufzeit angeht, bin ich mäßig zufrieden. Wenn ich viel telefoniere (und genau das gehört zu meinem Job) muss ich täglich aufladen. Nutzt man dagegen hauptsächlich die E-Mail Funktionen (z.B. im Urlaub) hält der Akku fast eine Woche.

Samsung Galaxy Tab
Vor ein paar Monaten habe ich mein erstes Tablet bekommen, hauptsächlich, um es auf Business-Tauglichkeit zu testen. Ziel war, unterwegs nur noch mit dem Tablet zu arbeiten und auf einen Laptop zu verzichten. Leider ist das aus meiner Sicht mit dem Galaxy Tab nicht möglich. Rein technisch funktioniert der Video-Ausgang nicht besonders gut mit alten Beamern, ich habe Streifen und Schlieren bei einigen Modellen, so dass eine Projektion nicht möglich ist. Dazu kommt, dass die meisten Beamer unter der Decke angebracht sind und ich daher nur einen VGA-Anschluss zur Verfügung habe, den ich leider nicht bedienen kann.

Das Galaxy Tab hat für mich zwei weitere große Einschränkungen:

1. Der App Store ist zwar deutlich umfangreicher als bei Blackberry, trotzdem finde ich (besonders beim Stöbern) nicht annähernd die Auswahl wie bei Apple und
2. Ist die Auflösung nicht für ein Tablet sondern für Mobiltelefone entwickelt. Somit sehe ich beim normalen Internetbrowsen z.B. meist die Mobil-Seite, obwohl die Auflösung deutlich mehr möglich macht.

Mit der Android Version 3.0 wird sich hier hoffentlich einiges ändern, leider gibt es immer noch keine Update-Möglichkeit. Somit ist das Galaxy für mich mehr ein „großes Handy“ als eine echte Laptop-Alternative. Was die Batterielaufzeit angeht: Nutze ich das Galaxy mal drei Tage lang gar nicht, ist die Batterie komplett leer. Ja, ich lasse sowohl 3G als auch W-Lan aktiv. Bei einem Gerät, dass ich definitiv niemals als Telefon verwenden würde, erwarte ich, dass diese abgeschaltet werden und somit eine höhere Batterie-Laufzeit erreicht wird.

Einen deutlichen Vorteil hat das Galaxy allerdings: ich kann’s per USB anschließen und direkt Videos, MP3s und Dateien ohne zusätzliche Software wie iTunes einfach übertragen.

iPhone 4G
Das iPhone ist mein absoluter Liebling, ohne den ich nicht mehr das Haus verlasse. Dafür gibt es genau drei gute Gründe:

1. Die Apps
2. Die Apps
3. Die Apps

Ja, auch die Bedienung und das Retina-Display sind gut. Ja, auch Facetime ist klasse (jetzt kann mich mein Sohn von seinem iPod Touch aus anrufen). Ja, die Kamera macht so gute Bilder, dass ich meine Digicam nur noch selten mitnehme. Was für mich wirklich zählt sind die Apps: die Auswahl im App Store ist gigantisch, trotzdem finde ich mich über die Top25-Funktion bestens zurecht und finde über die Suche immer die App, das ich gerade brauche. Die Funktionalität der Apps ist in der Regel auf mein iPhone zugeschnitten, die Benutzung mehr als einfach. Und ausserdem finde ich immer ein kleines Spielchen für zwischendurch.

Wenn Apple jetzt noch ein richtig gutes „Outlook“ baut (oder von Microsoft entwickeln lässt) und die Kalenderfunktionen von Exchange bietet, kann ich meinen Blackberry wohl endgültig einmotten. Und vieleicht bekomme ich dann auch ein iPad als Galaxy-Ersatz.

   

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