F4ECM Blog Enterprise Content Management und mehr

11Jan/120

Die mobilen IT-Strategien für 2012: Kontrolle oder Freiheit

Um es mit dem Fussball-Trainer Hans Meyer zu sagen: "Gehen Sie davon aus", dass Mobility kein Trend ist, sondern mobile Endgeräte den IT-Markt nicht nur ergänzen, sondern in Teilen sogar ersetzen werden. Man muss wirklich kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass der Einsatz von mobilen Endgeräten vor allem in Unternehmen auch in 2012 massiv zunehmen wird. Was erwartet die Mitarbeiter in diesem Zusammenhang? Die Analysten von Gartner haben sich zu Beginn des neuen Jahres mit der "Konsumerisierung" in der IT auseinandergesetzt und dabei vier Strategien herausgestellt, wie CIOs mit dem Handling von mobilen Endgeräten umgehen können:

  1. Kontroll-orientiert - Die IT stellt die mobilen Endgeräte und verwaltet die darauf enthaltenen Apps und Services vollständig
  2. Wahl-orientiert - Die IT lässt eigene Endgeräte zu, bietet Services und Applikationen aber hauptsächlich in der Cloud an, um somit ein Mindestmass an Sicherheit garantieren zu können
  3. Innovations-orientiert - Die Mitarbeiter haben die vollständige Freiheit, welche Geräte sie benutzen möchten. Die IT stellt Ihnen diese zur Verfügung und kümmert sich um kritische Bereiche wie Datenschutz und Risikomanagement.
  4. Hände weg - Die IT stellt schlicht keine mobilen Endgeräte zur Verfügung und ermutigt die Mitarbeiter, ihre eigenen Geräte am Arbeitsplatz zu verwenden.

Hieraus ergibt sich interessanter Aspekt: Gartner geht in jedem Fall davon aus, dass mobile Endgeräte in Unternehmen eingesetzt werden und in der Regel von unterschiedlichen Herstellern kommen bzw. mit unterschiedlichen Betriebssystemen ausgestattet sind. Und woher kommen die entsprechenden Business-Applikationen? Stand heute gibt es zwar schon etliche Business-Dienste in der Cloud, wie z.B. Salesforce. Viele Software-Anbieter (natürlich auch im ECM-Bereich) bieten schon heute mobile Apps an, die wenigsten allerdings für beliebige Endgeräte.

Meine mobilen Endgeräte - und nur eins davon stellt mir meine Firma

"Gehen Sie davon aus", dass es nur wenige ECM-Anbieter geben wird, die sich den Herausforderungen der Konsumerisierung und somit der Einbindung von beliebigen mobilen Endgeräten in den Unternehmenskontext kurzfristig stellen werden oder können. Mein Arbeitgeber OpenText tut dies glücklicherweise und zwar sowohl mit vorgefertigten Apps, die den Einsatz der OpenText-Produktpalette auf mobilen Endgeräten ermöglichen, wie auch bei der Erstellung und Verwaltung individueller Business-Apps, unterstützt durch das OpenText Mobility Framework, der Wave Platform.

Mit der Wave Platform können Sie, unabhängig von der Wahl Ihrer mobilen IT-Strategie, Ihr Business auf die Endgeräte Ihrer Mitarbeiter bringen. Egal ob Tablet oder Smartphone, die Devise lautet: einmal erstellen und auf beliebigen Endgeräten installieren. Ein gutes Kundenbeispiel ist die Organisation Emergency Medicine Physicians in den USA. OpenText ermöglicht es den Mitarbeitern von EMP, ihre vertraute Desktop-Umgebung auch auf Ihren mobilen Endgeräten zu nutzen, unabhängig davon, welches Betriebssystem sie einsetzen. "Gehen Sie davon aus", dass sich Ärzte eher nicht vorschreiben lassen, mit welchem Smartphone oder Tablet sie arbeiten möchten.

"Gehen Sie davon aus", dass uns die Konsumerisierung in 2012 weiter beschäftigen. Jedes Unternehmen wird sich der Herausforderung stellen müssen, dass Mitarbeiter selbständiger und innovativer mit Technologie umgehen werden. Treten Sie mit uns in den Dialog: wie sind Ihre Anforderungen heute und morgen? "Gehen Sie davon aus", dass wir mit Ihnen gemeinsam die richtige mobile IT-Strategie finden und unterstützen können!

21Okt/110

ECM und Multi-Channel

Das Verhalten von Kunden hat sich grundlegend verändert. Informationen und Käufe werden über diverse Kanäle getätigt. Dabei werden sowohl Online- als auch Offlinekanäle genutzt, meistens sogar gleichzeitig. Der Kunde hat heute eine große Auswahl. Er kauft letztendlich dort, wo er den besten Preis, die beste Beratung oder das beste Produkt erhält – am besten natürlich alles zusammen an einem Ort. Die Orte sind entscheidend für den Erfolg eines Anbieters: Geschäft, Katalog mit Fax oder Telefon, Online-Shop, Facebook usw.
Um Informationen und Angebote über eine Vielzahl von Kanälen zu transportieren und erfolgreich darzustellen bedarf es einer Konsistzenzstrategie.

Wie erreiche ich dieses Ziel?

Für eine komplexe und erfolgreiche Web Engagement Solution bietet sich Enterprise Content Management als Lösung an. ECM ermöglicht die Einbindung der erforderlichen Backend-Systeme, ermöglicht ein Multi-Channel-Delivery und sorgt für Datensicherheit und Archivierung.

Eine wesentliche Rolle übernimmt hierbei das Web Content Management. Die objektorientierte Erfassung von Inhalten, der direkte Zugriff auf die Backend-Systeme, automatische Erzeugung von Übersetzungsprozessen und die einfache Selektion der Delivery-Channels ist für den Redakteur grundlegende Voraussetzung. Hier liegt die Herausforderung der WCM Systeme und der Template-Designer.

Sehen wir uns einmal die Vielzahl der Delivery-Channels an:

Geschäfte: POI, Video Walls, Visual Displays
Print: Output-Management
Online: Corporate Website, Microsite, Shop, App, Social Communities, Twitter, Facebook…
Suche: Metadaten

Moderne ECM Systeme bieten heute die Möglichkeit diese Themen abzudecken und ROI’s lassen sich leicht und erfolgreich darstellen.

Wie sieht das Web Engagement Management Szenario aus:

OT WEM Multi-Cannel

Web Engagement Lösung

Das dargestellten Szenario bildet die Möglichkeit der direkten Vergleichbarkeit zwischen Multi-Channel-Selling und Multi-Channel-Delivery an elektronische Endgeräte. Eine Einbindung von Customer Communication Lösungen für Printmedien sollte dabei nicht fehlen. Facebook, Twitter, YouTube etc. sind weitere Channels in diesem Szenario.

Eine objekt-orientierte Erfassung des Contents mit direkter Entscheidung und Selektierung der Channels optimiert die Prozesse. Die Selektierung der Channels über Metadaten/Schlagworte kann die Prozesse weiter automatisieren. Die Vereinfachung der Arbeit für die Redakteure auf Basis von intelligenten Templates ist enorm zeitsparend und effizient.

Die steigenden Umsätze im Online-Marketing und immer neue Channels erfordern eine schnelle und effiziente Erfassung der Inhalte und eine variable Auslieferung in unterschiedlichen Formaten. Web Engagement Lösungen auf Basis von Enterprise Content Management gewährleisten eine zukunftssichere Plattform.

7Okt/110

Nein, ich esse meine Suche nicht!

Mit vielen Webseiten ist es so wie mit Frühstücksbuffets in großen Hotels:  super Auswahl, super Aussehen, noch mehr Auswahl. Nur leider fühle ich mich ohnehin schon überfordert und finde mich nur schwer zurecht - insbesondere dann, wenn ich zum ersten Mal Gast bin und die Nacht kurz war. Dann suche ich und suche ich und sehe vieles aber was mir eigentlich schmeckt finde ich nicht.

Mit vielen Webseiten habe ich das gleiche Problem: ein riesiges Angebot an Inhalten, aber wo ist die Information, die ich wirklich suche? In nur wenigen Klicks zum Kauf bzw. zur Info: Fehlanzeige! Und um die Suche zu nutzen muss ich schon wissen, wie der Fachbegriff bei diesem konkreten Anbieter heißt, um ein brauchbares Ergebnis zu bekommen. Da gibt es für mich nur eine Entscheidung: Und tschüss!

Was will ich wirklich? Ich will finden! Ich will, auch ohne Experte zu sein, den richtigen Inhalt erreichen können - und das mit so wenigen Klicks wie möglich. Da gibt es aus meiner Sicht drei Wege zum Ziel:

  1. Der Anbieter kennt mich. Dann sollte eine personalisierte Seite mich zu meinen bevorzugten oder den Inhalten führen, die mich interessanten könnten.
  2. Ich bin neu hier. Trotzdem hätte ich gerne Empfehlungen ("Recommendations") zu Inhalten die - neue - Benutzer sich ansehen sollten oder typischerweise als erstes aufrufen. Sollte doch kein Problem sein, oder?
  3. Ich will finden, weiß aber nicht wonach ich suchen muss. Die Suche sollte mich unterstützen und mich gezielt zu den richtigen Inhalten navigieren, auch wenn ich völlig unspezifische allgemeine Begriffe eingebe. Das sollte intuitiv funktionieren und zwar mit Hilfe von Facetten (z.B. Eingrenzung auf Personen, Orte, Schlagwörter etc.) und anderen Filtern. Super: so werde ich nebenbei noch zum Experten und habe mit ein paar Klicks selbst große Treffermengen eingegrenzt und meinen Inhalt gefunden!

Neulich war ich auf der KnowTech, einem der größten Kongresse in Deutschland zum Thema Wissensmanagment. Hier treffen sich Experten die genau dieses Problem versuchen zu lösen: wie kommt das Wissen von denen die es haben (sollten) zu denjenigen die es brauchen. Die Bereitstellung des Wissens steht auf einem anderen Blatt; hier interessiert mich die Perspektive des Suchenden. Häufig scheitert der Erfolg an zuvielen Informationen und der Struktur. Die Struktur kann in dem einen Fall zu ausgeprägt, im anderen zu wenig vorhanden sein. Wie immer: wie man es macht, macht man es falsch und vor allem keinem Recht.

Auch im Jahre 22 des Webs ist die Organisation und Suche von Informationen noch eine Herausforderung - sowohl für Content-Ersteller, Content-Organisatoren und Content-Konsumenten. Wissen schlummert in diversen Repositories - ungenutzt. Inhalte könnten Kunden überzeugen - unauffindbar. Informationen im Kontext wären wertvoll - unzureichende Metadaten. Geht es Ihnen ähnlich? Suchen Sie auch häufig vergeblich? Verzweifeln Sie an der Organisation von wertvollen Informationen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und bin gespannt wie Sie verhindern, dass Ihre Kunden sagen: "Nein, eure Suche esse ich nicht!"

Quelle Bilder: http://commons.wikimedia.org und Greentech Communications GmbH

30Sep/110

Die Matrix lebt! Virtuell wird Realität.

Wie soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Diese Frage stellt Bianca Gade im netmedia Blog und möchte mit den Antworten ein ebook erstellen. Wir von F4ECM haben uns überlegt, was wir dazu beitragen können und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir heute schon recht nah dran sind, am Arbeitsplatz, wie wir ihn uns vorstellen. Dabei geht es uns primär um die Fragestellung, wie wir arbeiten bzw. arbeiten wollen. Unsere Unterhaltung dazu haben wir hier aufgeschrieben.

Wie war das eigentlich damals?

Klaus: Mein damaliger Chef Werner sagte zu mir: “Da gibt es zwei Kollegen, Marc und Thomas, unterhalte Dich mal mit denen!”. Gesagt, getan und dann kam noch Matthias dazu.

Matthias: Erstmal ging es um den abteilungsübergreifenden Austausch. Wir haben bemerkt, dass wir alle an ähnlichen Themen arbeiten; da mussten wir einen Weg finden, uns auszutauschen und gemeinsam an (Kunden-)Projekten zu arbeiten.

Marc: Und irgendwann haben wir uns dann einfach mal in Hamburg getroffen und unser virtuelles Team ins Leben gerufen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und haben die ersten gemeinsamen Projekte umgesetzt, wie z.B. unsere Mobility Show auf den letzten Content Days.

Hat man euch das einfach so erlaubt?

Klaus: Ja, bei mir war das so und das war gut so, denn wir arbeiten heute immer noch gemeinsam zusammen.

Thomas: Dabei war es nicht nur so erlaubt, sondern explizit gewünscht, jedenfalls von meinem Management. Wir wollen und sollen nicht in unserem Elfenbeiturm sitzen und unsere Themen für uns aufarbeiten. Unser Ziel ist es auch die Sichtweise der anderen Abteilungen und auch der europäischen Kulturunterschiede zu berücksichtigen um voneinander zu profitieren und zu lernen.Warum funktioniert etwas in Deutschland aber in Schweden nicht und was machen die Engländer anders?

Matthias: Naja, unser Austausch hat ganz gut funktioniert und wir konnten ja auch relativ schnell einige gute Ideen und Aktionen beisteuern und umsetzen. Bei OpenText ist viel die Rede von “purpose-driven virtual teams” - ich denke das trifft voll und ganz auf uns zu: der Zweck ist die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit an innovativen Themen und die schnelle Umsetzung von Ergebnissen von denen die gesamte Organisation profitieren kann.

Und dann?

Thomas:Die große Frage, die wir leider nicht mit 43 beantworten konnten. Wie können wir die großen Themen im ECM-Bereich sowie Social Media und Mobility für unsere Kunden im Business-Zusammenhang darstellen und das ganze auf keinen Fall mit PowerPoint?

Matthias: Dann, dann kam der OpenText Content Day, die jährliche Kundenveranstaltung mit über 500 Teilnehmern.

Marc: Unser erster gemeinsamer Auftritt...

Matthias, Klaus und Thomas bei den Proben zum Content Day

Erzählt doch mal was zum Content Day Projekt

Thomas:Wir wussten was wir erreichen wollten, hatten aber keinen blassen Schimmer wie. Nachdem wir dann in “Brainstorming Sessions” viele Ideen gesammelt hatten, haben wir sehr gnadenlos ausgesiebt. http://www.youtube.com/watch?v=JPqFNQCXF9Y
Was war Umsetzbar, finanziell, zeitlich und vor allen Dingen wie passt das zusammen.

Klaus: Die Entwicklung des Storybooks hat einfach nur Spaß gemacht und das Ergebnis war auch Dank unseres Videofilmers Hans-Jürgen einfach super..

Marc: Umgesetzt haben wir dann ein dreiteiliges Bühnenstück mit echten Beispielen aus dem ganz normalen Business-Alltag: schnell mal eben was erledigen, ohne dass man dafür im Büro sein muss. Einfach mobil arbeiten, das haben wir dann etwas anders als sonst dargestellt.

Wie findet ihr denn eure Themen?

Klaus: Die Frage muß für mich eigenlich lauten: “Warum findet ihr neue Themen?”. Weil sich aus unseren Ideen viele gute, neue Themen ergeben. Das ganze basiert sehr stark auf Anregungen von Kollegen, aus unseren Produkten und natürlich viel lesen, online und offline (das sind Bücher).

Thomas: In unserem Arbeitsumfeld passiert täglich etwas Neues. Wir tauschen uns viel aus und beobachten was den Markt und vor allen Dingen unsere Kunden bewegt oder für diese spannend werden könnte.

Matthias: Unsere Themen sind sicher innovativ und manchmal ein bisschen der Zeit voraus. Da muss man aufpassen nicht zu weit voraus zu preschen. Aber als “Think Tank” muss man wohl auch ein bisschen “spinnen” dürfen, oder?

Marc: Und das mit dem “Spinnen” funktioniert ganz gut, vor allem bei uns. Einer hat immer Ideen, die diskutieren wir dann und machen mit den besten weiter.

Und wie arbeitet ihr konkret zusammen?

Thomas: Wir reden, zeichnen, streiten, lachen (sehr viel) und finden dann beim Türken oder Griechen (gemeinsames Mittagessen) bis jetzt immer einen gemeinsamen Konsens. Sollte das nicht mehr funktionieren werden wir mal den Italiener ausprobieren.

Marc: Ich hoffe allerdings sehr, dass es soweit nicht kommt! Wirklich spannend an unserer Arbeitsweise finde ich, dass wir teilweise mit komplett konträren Meinungen an ein Thema herangehen und im Endeffekt bei einem gemeinsamen Ergebnis landen. Dabei überzeugen wir uns gegenseitig mit Argumenten, ohne dass jemand wirklich große Zugeständnisse machen muss sondern jeder zu jedem Ergebnis vorbehaltlos steht.

Matthias: … das geht aber nur bei gegenseitiger Wertschätzung und der Akzeptanz, dass jeder auf einem anderen Gebiet zu Hause ist und ein paar Spezialerfahrungen aus der Vergangenenheit beisteuern kann. Wenn die wie hier alle einbezogen und genutzt werden kann viel Kreativität und Relevanz entstehen.

Was macht ihr mit den Ergebnissen?

Klaus: Unsere Kollegen, unsere Teams und unser Management stehen vielen Ideen offen gegenüber. Das motiviert und ermöglicht uns viele Umsetzungen.

Thomas: Wir stellen Sie in unserem Management vor und haben dabei das Glück nicht auf hierarchische Schranken zu treffen sondern auf Interesse und offene Ohren.

Matthias: Und wir versuchen natürlich die Ergebnisse in unsere Teams zurück zu tragen. Das klappt manchmal prima, manchmal weniger gut. Aber wir arbeiten dran.

Was würdet ihr anderen empfehlen?

Klaus: Findet Spaß an Euren Themen. Ihr seid kreativer als Ihr denkt. Sucht Euch Kollegen, die mitmachen.

Marc: Initiative, ein gesunder Antrieb, ist ein wichtiges Element. Jeder hat tolle Ideen, traut Euch einfach, diese auszusprechen und mit anderen zu diskutieren. Und lasst Euch auf keinen Fall demotivieren, falls eine Idee mal nicht funktioniert - ein Stürmer im Fußball braucht auch viele Schüsse, bevor mal einer trifft.

Thomas: Machen und nicht auf eine Einladung warten. Die kommt in den seltensten Fällen. Traut Euch etwas anders zu machen und sucht Euch Mitstreiter die für die gleichen Themen brennen. Überlegt Euch gut, wie und was Ihr vorstellt, das sollte sehr außergewöhnlich sein. Aber das Potential ist da, wenn der Schalter erst mal umgelegt wurde.

Matthias: Mut zu neuem Denken. Aber die Kommunikation, Politik und Organisation nicht vergessen!

Spielt die Technologie für euch eine Rolle?

Klaus: Zuerst nicht, da sind es Ideen und Themen. Dann natürlich auch die Technologien für die Umsetzung.

Thomas: Technologie ist nicht so wichtig für die eigentliche Arbeit aber für die Inspiration und die Ideenfindung.Wir arbeiten alle in einer Hightech Firma und sind somit auch Technik-verliebt. Ich arbeite gern mit dem iPad und interessiere mich für neue Entwicklungen. Aber wenn die Technik Mittel zum Zweck und nicht mehr im Zusammenhang zum Business steht und keine Mehrwerte erzeugt, stellen wir uns immer wieder die Frage ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Matthias: naja, Thomas, wir sind schon Spielkinder. Ich sag nur: Twitter, Blogs, Apple, Hangouts. Solange die Technik hilft besser zu kommunizieren und effizienter zu werden macht das für mich Sinn.

Marc: Wir sind zwar keine Nerds, lieben aber kleine Gadgets. Neue, coole Technologie ist bei uns schon immer auch ein Thema.

Proben vor der riesigen Leinwand

Ist das effizient?

Klaus: Einfach nur: Ja.

Marc: Auf jeden Fall ist der Output bis jetzt ziemlich gut angekommen.

Thomas: Für die Themen die wir bearbeiten auf jeden Fall! Bei uns geht es viel um Kreativität und um neue Sichtweisen. Dafür muss man sich austauschen und kann nicht vor einem weißen Blatt im stillen Kämmerlein sitzen.

Matthias: Sehe ich auch so: der Output / Zeit ist schon recht hoch.

Was inspiriert euch?

Klaus: Marc!

Marc: Thomas!

Thomas: Matthias!

Matthias: Klaus!

Spielt für euch Freizeit eine Rolle?

Klaus: Eine sehr wesentliche Rolle. Nur mit Familie und meinen Hobbys kann ich richtig abschalten und neue Energie aufladen. Na ja, so bei der Auswahl von Literatur ist Arbeit und Freizeit schon oft eng bei einander.

Marc: Aus meiner Sicht ist das eine Frage der Definition von Freizeit bzw. von Arbeit. Wenn ich am Wochenende Mails lese oder einen Blogbeitrag schreibe, ist das Arbeit? Wenn ich am Montag um 9 Uhr die neuesten Nachrichten von Mashup lese und aktuelle Blogbeiträge scanne, ist das Freizeit?

Matthias: Die Familie darf nicht zu kurz kommen! Ich sehe schon einen Trend zur Verschmelzung von Arbeit und Freizeit, da die Kommunikation einen überall hin begleitet - und das in beide Richtungen.

Was plant ihr für die Zukunft?

Klaus: Ich lebe eigentlich im “heute”. Die Zukunft entwickelt sich automatisch aus unserer Zusammenarbeit.

Thomas:Weitermachen, neue Themen aufgreifen und Kollegen ermutigen und inspirieren ähnliche Wege einzuschlagen.

Marc: Noch mehr Ideen generieren und immer wieder ausprobieren. Und vor allem: falls mal was nicht funktioniert: lernen und mit dem nächsten Projekt weitermachen.

Matthias: Tu’ Gutes und rede drüber. Don’t do stupid!

23Sep/110

Kennen Sie das? Social Media beruflich vs privat

Kennen Sie das noch von früher? Man sitzt gemütlich bei einem Bier oder Wein zusammen und plötzlich kommt die Sprache auf einen bestimmten Film, dessen Hauptdarsteller einem partout nicht einfallen will. Irgendwer hatte dann mit Sicherheit einen "Telefonjoker", den man zu jeder Tages- und Nachtzeit anrufen konnte, der die Antwort wie aus der Pistole geschossen liefern konnte. Das Gleiche gillt natürlich für Musik, wobei man hier je nach Musikrichtung unterschiedliche Joker anrufen konnte. Heute läuft das Ganze eher so ab: Man kommt nicht auf den Hauptdarsteller, holt sein Smartphone raus und googelt nach dem Film. Die IMDB weiss dann bestimmt die Antwort.

Kennen Sie das noch von früher? Sie sind zum Abendessen mit einem guten Freund verabredet und haben sich auf jede Menge Themen eingestellt: Filme, Musik, tagesaktuelle Nachrichten. Nicht berücksichtigt haben Sie, dass Ihr Freund neuerdings meint (und das mit deutlich über 40), er wäre ein "Digital Native". Sie wollen gerade anfangen, über die neue CD der Foo Fighters zu sprechen, als er urplötzlich sein Smartphone zückt und Ihnen seine neuesten Tweets zeigt, Vor- und Nachteile von Tweetdeck und Hootsuite erläutert und Ihnen die Facebook-Seite einer "digitalen Freundin" vom letzten Barcamp präsentiert.

Manche Dinge waren früher tatsächlich besser, vor diesem ganzen Social Media und Mobility Gedöns. Das allwissende Google ist dank mobiler Endgeräte permanent verfügbar (OK, das kann auch mal ganz hilfreich sein) und statt über Musik zu sprechen, tweetet man darüber. Hier geht aus meiner Sicht schon einiges an direkter (und vor allem sinnvoller) Kommunikation verloren. Zumindest privat. Und im Berufsleben?

Kennen Sie das? Sie wurden im Teammeeting dazu verdonnert, das Protokoll zu schreiben. Irgendwo muss doch diese Vorlage sein, aber wo nur? Früher hätten Sie als erstes die Laufwerke M:, R: und K: durchsucht, dann Ihr E-Mail-Konto (irgendjemand hat mir die Vorlage doch mal gemailt) um direkt danach zu kapitulieren und die Vorlage von 1998 (die war noch auf C:) zu verwenden. Heute funktioniert das etwas anders: kurze Frage im Firmen-internen Mikroblog gestellt, die Antwort lässt keine 2 Minuten auf sich warten. Dank Integration ins Dokumenten Management System können Sie direkt auf den Link klicken und haben sofort Zugriff auf die aktuellste Version der Protokollvorlage.

Kennen Sie das? Auf dem Weg nach Hause fällt Ihnen ein, dass da ja noch diese Rechnung ist, die Sie eigentlich heute noch freigeben müssen. Früher hatten Sie mehrere Möglichkeiten: umdrehen, zurück zur Firma, beim Pförtner anmelden (es ist schließlich schon spät), Rechner hochfahren, SAP starten, Rechnung freigeben. Oder einfach nach Hause fahren, Rechnung für den Abend vergessen und morgen im Büro so tun, als hätte Ihnen keiner gesagt, dass es da noch eine wichtige Rechnung gibt. Heute funktioniert das etwas ander: Smartphone gezückt, Firmen-App gestartet, rein in den Workflow, Rechnung anschauen, passt alles. Per Knopfdruck und ohne den Rechner noch mal hochzufahren können Sie die Rechnung freigeben - Ihr Partner freut sich über die gewonnene gemeinsame Zeit und Sie Sich über 10% Skonto.

Im Berufsleben helfen Social Media und mobile Endgeräte enorm. Geschäftsprozesse werden beschleunigt und die Kommunikation mit Kollegen, egal wo diese gerade sind, funktioniert einfach besser. Was sind Ihre Beispiele für den Einsatz von Social Media und mobilen Endgeräten im Arbeitsalltag? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

16Sep/110

Wissen macht nichts

Vor einigen Tagen sollten Marc und ich einen Vortrag zum Thema Wissensmanagement in der Praxis beim IKN 2020 (Das digitale Niedersachsen) halten. Impressionen unter: http://www.btc-ag.com/de/4177.htm

Als wir das Thema bekamen, war der erste Gedanke, den ich dazu hatte: Womit habe ich das nur verdient.  Knowledge Management ist ja fast ein Schimpfwort und ich erinnere mich an die Projekte die ca. 8-10 Jahre zurückliegen und nie wirklich funktioniert hatten (Oh man(n), so lange schon beschäftige ich mich mit diesen Themen).

Nach einer längeren und sehr intensiven Diskussion mit Marc, haben wir Wissensmanagement mal aus einer anderen Brille betrachtet. Letztendlich bewegten uns  drei wichtige Punkte, die im Augenblick unser tägliches IT- Leben bestimmen.

Socialise IT

Wenn wir mal auf unsere Erfahrungen mit KM zurückblicken, war einer der wichtigsten“ Show Stopper“, dass viele Informationen nicht für alle zugänglich waren und die Bewahrer, laut Förster-Kreuz (das sind unsere derzeitigen Lieblingsautoren, in einem späteren Artikel dazu mehr), diejenigen sind die im Unternehmen das Herrschaftswissen fördern und dies natürlich mit aller Kraft verteidigen.

Durch soziale Netzwerke  hat sich das geändert und die Bewahrer sterben langsam aus. Die Mitarbeiter sind es gewohnt, Informationen zu teilen und zu vertrauen. Ein perfektes Beispiel hierfür ist Wikipedia aber auch Facebook und Twitter, und ich meine nicht die Hollywood Stars die uns Ihr Leben ausbreiten wollen, sondern die vielen Millionen User die mit diesen Medien und der Macht die Sie dadurch erlangt haben, verantwortungsvoll  umgehen. Zusätzlich erstreckt sich das Wissen nicht mehr nur auf das Unternehmen, Millionen von Experten tauschen sich Weltweit aus und stellen Ihre Erfahrung und Ihr Wissen allen zu Verfügung. Sollen wir darauf verzichten?  Denn die Gruppe ist immer schlauer, als die Summe der Einzelnen.

Mobilise IT

Ok, ich höre schon die Skeptiker die sagen werden:“ Jetzt auch noch eine Wissensmanagement App“! Ich sage: Warum eigentlich nicht?
Smartphones und weitere mobile Endgeräte haben sich durchgesetzt und vermischen private und geschäftliche Kommunikation.
Jeder kann überall und jederzeit Wissen erhalten und neues Wissen zur Verfügung stellen. Schlanke und smarte Apps tun genau das was wir wollen und sind nicht überfrachtet mit nicht benötigten Funktionen. Und, nicht zu vergessen, es macht Spaß z.B. mit einen iPad zu arbeiten.

Put Content in Context

Die Kunst ist es, aus den einzelnen Buchstaben Wörter zu bilden. Wie schaffe ich es, ohne aufwändige Indexierung und händische Zuordnung einen inhaltlichen Zusammenhang darzustellen? Dazu mehr im nächsten Artikel von Matthias, wir müssen ja den Spannungsbogen aufrechterhalten.

Bis dahin ein kurzer Hinweis in eigener Sache: http://www.knowtech.net/kongress/666.aspx

Mein Fazit lautet:

Wissensmanagement wird funktionieren!

Die Technologie ist vorhanden, ausgereift und hundertfach im Einsatz. Die Mitarbeiter im Unternehmen haben sich verändert und wir freuen uns auf erfolgreiche und spannende Projekte.

   

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