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4Nov/110

Pack’s weg oder ich tue das!

Wie Sie schon wissen, bin ich ein Mobility Junkie. Ich nehme mein Smartphone wirklich überall mit hin und schaue acuh relativ häufig drauf. Allerdings gibt's da eine Ausnahme: Meetings. Was machen Sie, wenn Sie in ein Meeting gehen? Nehmen Sie Ihr Smartphone/Blackberry mit? Oder sogar Ihr Notebook? Und wenn ja, nutzen Sie das während des Meetings?

Ich bin sehr häufig in internen Meetings und gebe Kundenpräsentationen. Und nur sehr selten erlebe ich einen komplett "Gadget"-freien Termin. Offene Notebooks, auf denen während einer Präsentation gearbeitet wird und Blackberrys, auf denen alle 5 Minuten die Mails gecheckt werden sind mittlerweile üblich.

Mich als Präsentierenden führt das zu weiteren Fragen: Ist das Thema zu langweilig? Präsentiere ich schlecht? Sind die Teilnehmer vieleicht sogar nur aus Versehen in diesem Meeting und beschäftigen sich deswegen nicht mit dem Inhalt? Auf jeden Fall beeinflusst die Gadget-Benutzung meinen Vortrag. Es gibt mir das Gefühl, ich könnte auch irgendetwas Beliebiges erzählen, da einige Teilnehmer sich offensichtlich mit etwas Anderem beschäftigen.

Wie kann man diese Situation ändern? Jeder Präsentations-Coach wird sagen: Sprich das Thema an - frag offensiv in die Runde, ob andere Dinge gerade wichtiger sind, dann kann man das Meeting ja gegebenenfalls verschieben. In internen Terminen bin ich mittlerweile dazu übergegangen, dies auch wirklich genau so zu tun. Das funktioniert allerdings nur, wenn ich die Rolle des Moderators habe. Bei Kundenterminen gestaltet sich das deutlich schwieriger. So richtig traue ich mich das ehrlich gesagt nicht. Ich will ja niemanden "vor den Kopf stossen".

Warum eigentlich nicht? Schließlich habe ich mir viel Zeit genommen, mich vorzubereiten und eine gute Präsentation abzuliefern. Beim nächsten Kundentermin lege ich am besten Spielregeln fest: keine Gadgets während der Präsentation, dafür eine längere Pause, in der sich jeder um das wichtige Tagesgeschäft kümmern kann. Vieleicht hilft aber auch genau an dieser Stelle das Einbinden der "Mobile Junkies". Beim nächsten Mal frage ich einfach, ob der iPhone-Besitzer nicht mal ein Foto vom Whiteboard machen und das dann direkt in die Dropbox hochladen kann. Oder ich danke dem ewigen Mail-Schreiber, dass er direkt die Aufgabe des Protokoll-Schreibens übernimmt.

Was sind Ihre/Eure Erfahrungen? Wer "verbietet" in Meetings Gadget-Nutzung und wer traut sich nicht wirklich? Ich freue mich auf Kommentare!

PS: In der Schule ist das heute ziemlich einfach, da heisst's nur: Pack's weg oder Du kannst es Dir nach den Sommerferien bei mir abholen - daher auch der Titel.

PPS: Ich geb's zu, die Idee zu diesem Blogeintrag kam mir während eines Meetings und ich hab ihn gleich dort in Evernote eingetragen. Ich gelobe Besserung und gehe im nächsten Meeting wieder mit gutem Beispiel voran!

Über den Autor Marc Paczian


Marc arbeitet als Strategic Engagement Lead beim ECM-Anbieter OpenText. Das Entwickeln von innovativen Ideen, die immer ein wenig anders sind, ist seine Leidenschaft. Ganz nebenbei ist er ein Mobility-Junkie und kann nur kurze Zeit ohne sein iPhone überleben.

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