F4ECM Blog Enterprise Content Management und mehr

3Feb/122

Die Cloud im Selbstversuch

Dass ich ein Mobil-Junkie bin wissen Sie ja schon. Ehrlich gesagt, dass ist noch nicht alles - ich bin auch ein Apple-Fanboy (ich glaube, so nennt man das heute). Mobil bin ich schon länger mit iPhone und iPad ausgerüstet und nun habe ich mir zu Weihnachten einen iMac geschenkt. Das hat für mich gleich mehrere Implikationen:

  1. Ich kann endlich in ansprechender Geschwindigkeit Videos bearbeiten und rendern, was eine große Erleichterung in meiner alltäglichen Arbeit bedeutet.
  2. Ich steige jetzt so richtig um, von Windows auf MacOS X. Ob das auch eine Erleichterung für meine tägliche Arbeit bedeutet und was genau ich getan habe, damit das reibungslos funktioniert, davon handelt dieser Blogbeitrag.

Beruflich benutze ich nach wie vor ein Windows Notebook. Es gibt tatsächlich auch noch Fälle, bei denen ich diesen mit mir rumschleppe (zusätzlich zum iPad). Da ich von zu Hause aus arbeite, besteht meine erste Aufgabe darin, die wichtigsten beruflichen Tools und natürlich alle wichtigen Dokumente auf den iMac zu übertragen. Da ist es wieder, das böse "übertragen". Eigentlich müsste es doch mittlerweile möglich sein, für die meisten Anwendungsfälle die Cloud zu benutzen. Sprach's und legte los...

Diverse Cloud Applikationen benutze ich nun schon ziemlich lange, als allererstes sicherlich meine private Mail. Da dies ein IMAP-Account ist, konnte ich den einfach anklemmen fertig. Sobald unser Firmen-E-Mail auf Exchange 2010 umgestellt ist, kann ich auch das ohne weitere Hindernisse am Mac nutzen. Auf meinen mobile Endgeräten nutze ich das bereits.

Evernote, mein digitales Gedächtnis, habe ich mir aus dem Mac-Store geladen, einmal synchronisiert, fertig. Kontakte liegen bei Google, diverse private Dokumente in meiner Dropbox, soweit alles easy. Was mache ich jetzt mit meinen Firmen-Dokumenten? Alle auf eine externe Festplatte kopieren? Und wie komme ich dann mobil an meine Unterlagen?

Zum Glück arbeite ich in einer exzellenten Software-Firma, die gerade rechtzeitig zum Kauf meines iMacs ein neues Tool rausbringt, um Dokumente einfach und sicher abzulegen, mit mobilen Endgeräten von überall abzurufen und per Desktop-Integration automatisch zu synchronisieren. Das Tool heisst Tempo und ist seit dem 01. Februar verfügbar. Im Moment gibt es leider noch keinen Mac-Client, ab nächster Woche bin ich allerdings im Beta-Programm dafür und solange kann ich das einfache Web-Interface nutzen.

Gesagt, getan, ich lade gerade meine "gesammelten Werke" in unser Firmen-Repository. Dort kann ich meine Dokumente extrem einfach mit meinen Kollegen teilen, wir können gemeinsam daran arbeiten und alle DMS-Funktionalitäten wie z.B. Versionierung und Auditing sind automatisch integriert. Ich gebe zu, ich freue mich auf meine Glasfaserleitung, die ich hoffentlich in diesem Jahr bekomme. Mehrere Dutzend Gigabyte über eine DSL-Leitung zu schieben ist wirklich nur Semi-lustig. Naja, ich bin jung, ich kann warten...

Dank dieser Möglichkeit, meine Firmen-internen Dokumente sicher in der Cloud abzulegen, sind bei mir zu keiner Zeit Sicherheits-Bedenken aufgekommen. Alles liegt im Firmen Repository, wird dort gesichert und kann sogar vollautomatisch mit Aufbewahrungsrichtlinien (Records Management) versehen werden. Freigaben erstelle ich selbständig und habe somit die volle Kontrolle über meine Dokumente.

Eine weitere Cloud-Applikation, die ich mir umgehend bestellt habe, ist iTunes Match. Somit habe ich (fast) meine gesamte Musiksammlung überall und auf jedem Gerät verfügbar. Nur für meine privaten Bilder muss ich mir noch was ausdenken, aktuell sind mir die Preise für Cloud-Storage in der entsprechenden Größenordnung noch zu teuer.

Wie bereits oben erwähnt gibt es nach wie vor eine Herausforderung, der man sich im Umgang mit der Cloud stellen muss: Bandbreite. Dies ist weniger beim Download schwierig, ein DSL-Anschluss ist hier sicherlich ausreichend. Beim Upload, besonders von großen Datenmengen (bspws. Firmen-Repository, iTunes Match bei einem Nicht-Standard Musikgeschmack), braucht man schon ein wenig Geduld. Ob sich diese Situation durch neue Technologien wie LTE oder Glasfaser entspannt hängt sicherlich von der lokalen Verfügbarkeit ab.

Apropo Verfügbarkeit: bislang hatte ich in keinem der Dienste in der Cloud jemals einen Ausfall. Egal ob Zugriff per Desktop oder Mobile-Client, ich komme immer an meine Daten. Und natürlich kann ich bei kritischen Dokumenten, wenn ich auf Nummer sicher gehen will, diese temporär lokal auf meinen Endgeräten vorhalten.

Fazit: Der Umstieg von Windows auf Mac hat reibungslos geklappt! Ich bin extrem zufrieden mit meinem neuen Gerät und lebe jetzt wirklich vollständig "in der Cloud". Komisch, dass mir solche Themen ausgerechnet beim Fliegen einfallen.

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11Jan/120

Die mobilen IT-Strategien für 2012: Kontrolle oder Freiheit

Um es mit dem Fussball-Trainer Hans Meyer zu sagen: "Gehen Sie davon aus", dass Mobility kein Trend ist, sondern mobile Endgeräte den IT-Markt nicht nur ergänzen, sondern in Teilen sogar ersetzen werden. Man muss wirklich kein Hellseher sein, um vorherzusagen, dass der Einsatz von mobilen Endgeräten vor allem in Unternehmen auch in 2012 massiv zunehmen wird. Was erwartet die Mitarbeiter in diesem Zusammenhang? Die Analysten von Gartner haben sich zu Beginn des neuen Jahres mit der "Konsumerisierung" in der IT auseinandergesetzt und dabei vier Strategien herausgestellt, wie CIOs mit dem Handling von mobilen Endgeräten umgehen können:

  1. Kontroll-orientiert - Die IT stellt die mobilen Endgeräte und verwaltet die darauf enthaltenen Apps und Services vollständig
  2. Wahl-orientiert - Die IT lässt eigene Endgeräte zu, bietet Services und Applikationen aber hauptsächlich in der Cloud an, um somit ein Mindestmass an Sicherheit garantieren zu können
  3. Innovations-orientiert - Die Mitarbeiter haben die vollständige Freiheit, welche Geräte sie benutzen möchten. Die IT stellt Ihnen diese zur Verfügung und kümmert sich um kritische Bereiche wie Datenschutz und Risikomanagement.
  4. Hände weg - Die IT stellt schlicht keine mobilen Endgeräte zur Verfügung und ermutigt die Mitarbeiter, ihre eigenen Geräte am Arbeitsplatz zu verwenden.

Hieraus ergibt sich interessanter Aspekt: Gartner geht in jedem Fall davon aus, dass mobile Endgeräte in Unternehmen eingesetzt werden und in der Regel von unterschiedlichen Herstellern kommen bzw. mit unterschiedlichen Betriebssystemen ausgestattet sind. Und woher kommen die entsprechenden Business-Applikationen? Stand heute gibt es zwar schon etliche Business-Dienste in der Cloud, wie z.B. Salesforce. Viele Software-Anbieter (natürlich auch im ECM-Bereich) bieten schon heute mobile Apps an, die wenigsten allerdings für beliebige Endgeräte.

Meine mobilen Endgeräte - und nur eins davon stellt mir meine Firma

"Gehen Sie davon aus", dass es nur wenige ECM-Anbieter geben wird, die sich den Herausforderungen der Konsumerisierung und somit der Einbindung von beliebigen mobilen Endgeräten in den Unternehmenskontext kurzfristig stellen werden oder können. Mein Arbeitgeber OpenText tut dies glücklicherweise und zwar sowohl mit vorgefertigten Apps, die den Einsatz der OpenText-Produktpalette auf mobilen Endgeräten ermöglichen, wie auch bei der Erstellung und Verwaltung individueller Business-Apps, unterstützt durch das OpenText Mobility Framework, der Wave Platform.

Mit der Wave Platform können Sie, unabhängig von der Wahl Ihrer mobilen IT-Strategie, Ihr Business auf die Endgeräte Ihrer Mitarbeiter bringen. Egal ob Tablet oder Smartphone, die Devise lautet: einmal erstellen und auf beliebigen Endgeräten installieren. Ein gutes Kundenbeispiel ist die Organisation Emergency Medicine Physicians in den USA. OpenText ermöglicht es den Mitarbeitern von EMP, ihre vertraute Desktop-Umgebung auch auf Ihren mobilen Endgeräten zu nutzen, unabhängig davon, welches Betriebssystem sie einsetzen. "Gehen Sie davon aus", dass sich Ärzte eher nicht vorschreiben lassen, mit welchem Smartphone oder Tablet sie arbeiten möchten.

"Gehen Sie davon aus", dass uns die Konsumerisierung in 2012 weiter beschäftigen. Jedes Unternehmen wird sich der Herausforderung stellen müssen, dass Mitarbeiter selbständiger und innovativer mit Technologie umgehen werden. Treten Sie mit uns in den Dialog: wie sind Ihre Anforderungen heute und morgen? "Gehen Sie davon aus", dass wir mit Ihnen gemeinsam die richtige mobile IT-Strategie finden und unterstützen können!

22Dez/110

Spuren 2011

http://www.flickr.com/photos/taylar/2977788238/

Gar nicht so einfach kurz vor Weihnachten und zu Ende des Jahres KEINEN Jahresrückblick zu schreiben. Die Resümees finden sich überall und gefühlt seit Oktober werden die Menschen 2011, Skandale 2011, Katastrophen 2011 und uns auch ein paar wenige freudige Ereignisse aus 2011 in Erinnerung gebracht.

Schluss damit!

Um mit unseren Lieblingsautoren Förster & Kreutz zu sprechen, ist es doch viel wichtiger Spuren als Staub zu hinterlassen. Also neue Wege zu gehen und so etwas wie "Sinn" zu hinterlassen. Wie unterscheidet man Spuren von Staub? Wann zeigt sich, ob wirklich Spuren (aka "echte Werte") oder doch nur Staub (aka "heiße Luft") produziert wurden? Vielleicht braucht man etwas mehr Abstand zu den Ereignissen, um sie wirklich beurteilen zu können, aber wir (F4) hoffen, in 2011 auch so etwas wie Spuren, Sinn, Werte hinterlassen zu haben. Ob es ein paar interessante Beiträge in diesem Blog waren, Vorträge auf Veranstaltungen über Themen wie Mobility im ECM oder Wissensmanagement oder die vielen Gespräche mit Kunden, Kollegen und untereinander, die in vielen Fällen versucht haben, neue Wege aufzuzeigen. Neue Wege, wie ECM Sinn macht, wo sich neue Möglichkeiten auftun, um Informationen besser zu teilen und zu nutzen und dass manchmal weniger die Tools entscheidend sind, sondern die Menschen in den Unternehmen und Veränderungen der Denkweisen.

In 2012 sind wir wieder da und freuen uns auf neue unbefestigte Wege auf denen wir unsere Spuren hinterlassen können.

Allen unseren Lesern wünschen wir frohe Festtage und einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012.

F4

Marc beim Rehearsal - Content Day Schweiz

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25Nov/110

Vom Online-Redakteur zum Multi-Channel Manager

Das war er also, unser guter “alter“ Online-Redakteur. Gab es ihn eigentlich, den typischen Online-Redakteur? Nein, ich glaube nicht. Von der Eingabe und Aufbereitung  vorgegebener oder eigener Texte, Bilder und Videos auf eine Webseite, bis hin zur Gestaltung von Webseiten. In Kommunikations-, Marketing- , Werbe- oder PR-Agenturen oder -Unternehmensabteilungen bereiten Online-Redakteure politische oder wirtschaftliche News auf, aber auch Informationen zu Ihren Unternehmen oder Produkten. Ein interessantes Berufsbild – mit vielen Facetten und notwendigem KnowHow.

Web Content Management Systeme bieten heute viel Komfort für redaktionelle Eingaben und Prozesse. Von der WYSYWIG-Eingabe direkt in die Weboberfläche, über formularbasierte Eingabe für die “Power-Redakteure“, Workflows für Freigabe- und Übersetzungsprozesse, Content Sharing  und diese unendlich vielen nice-to-have. Als Wegbereiter gilt heute immer noch das OpenText Web Site Management  – besser bekannt als RedDot.

Und heute…
…reicht das noch, um eine “gute“ Webseiten zu erstellen, sicherlich, aber heute geht es nicht mehr um die eine Corporate-Website, um das Intranet oder Extranet. Heute geht es um Multi-Channel Delivery. Warum? Na, wir reden doch jeden Tag über Social Media, Communities, Collaboration, Mobility… - reden wir eigentlich noch über Webseiten?
Nein, die Webseite ist heute nicht mehr der alleinige Online-Kommunikator. Wir bedienen uns der öffentlichen sozialen Netze und Communities, wir erstellen eigene Soziale Lösungen, wir nutzen die Möglichkeiten der mobilen Lösungen.
Damit haben wir zwei Herausforderungen:
1. Wird der Online-Redakteur jetzt zum Multi-Channel Manager?
2. Das “klassische“ Web Content Management System wird zum Web Content und Multi-Channel Management.
Mit dem OpenText Web Experience Management werden unsere Online-Redakteure zum Multi-Channel Manager.  Intelligentes Templating mit einfachen Oberflächen ermöglichen die automatische Lieferung von Inhalten an alle zurzeit vorhandenen Channels. Unterstützt werden Outputmanagement (Print), POS/POI, Websites und Microsites, Social Networks (Twitter, Facebook…), Social Communities, Collaboration, Mobile Websites, Mobile Apps, Augmented Reality… 

Für den Nutzer werden Web Content Management Systeme mit ausgeprägten Multi-Channel Funktionen zu einer notwendigen Lösung für die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Multi-Channel Marketing.  In meinem nächsten Beitrag werde ich auf die Anforderungen in den mobilen Lösungen und Augmented Reality betrachten.

18Nov/110

Innovationen auf dem Prüfstand – wer braucht das alles eigentlich?

Kommt es nur mir so vor oder dringen zur Zeit immer mehr Innovationen in unser Leben - sowohl im privaten wie auch im beruflichen Kontext? Und ist es nicht so, dass plötzlich einige Innovationen uns in beiden Lebenswelten beschäftigen? Stichwort: Cloud, mobile Daten und Kommunikation. Was in der Fachsprache Konvergenz heißt, Zusammenwachsen von Medien, Diensten und Informationen meint, und von Unternehmen wie Apple, Microsoft und den Telekommunikationsanbietern angeboten wird, finde  ich unglaublich spannend aber auch zunehmend verwirrend. Geht es Ihnen auch so?

Richtig verwirrend wird es für mich erst, wenn ich über noch weiter reichende Innovationen lese, die unser Leben nicht erst in ein paar Jahren, sondern schon sehr bald bestimmen werden. Innovationen dauerten früher irgendwie länger, oder?

Neulich (im September) gab es im Handelsblatt eine wirklich bemerkenswerte Beilage zum Thema "Zukunft Deutschland - Innovationen, Ideen, Ideale". Die Bandbreite der Themen ging von Energiewandel, Mobilität, Solar, Flugzeugmarkt, Cloud Computing bis hin zur Wissensgesellschaft. Wirkliche science fiction-Innovationen dann im Artikel "Zukunft aus Deutschland" mit sprühfähigem Glas zur Oberflächenbeschichtung, Basaltplatten die Stickoxide in unschädliches Nitrat wandeln können und 100 Megabit Datenübertragung im Raum per LED. In einem Interview mit ebendieser Handelsblatt-Beilage postuliert Markus Ernesti, Geschäftsführer Avaya Deutschland  "Unternehmen sind keine Early Adopter" und empfiehlt Unternehmen, "die Technikbegeisterung ihrer Mitarbeiter in den Berufsalltag herüber zu retten". Erstaunlich, oder: die Unternehmen an einem der innovativsten Wirtschaftsstandorte der Welt sind nach Innen gar nicht so innovativ. Dies zeigt sich in vielen Fällen sowohl in der Unternehmenskultur, der -kommunikation und nicht zuletzt der IT-Systeme.

Quelle: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Elster_Type_R15_electricity_meter.jpeg&filetimestamp=20080526044255

Was hat das alles mit unserem Thema ECM zu tun? Mal abgesehen davon, dass viele Innovationen aus der IT kommen und Innovations-, Ideen- und Wissensprozesse in Unternehmen IT-gestützt passieren müssen, ermöglicht doch erst der intelligente Umgang mit "Content" das Zusammenspiel von Inhalten, wie sie in den unterschiedlichen Systemen und Geräten entstehen. Beispiel: Smart Metering oder Car Communication. Ohne smartes Content Management passiert hier nicht viel und niemand wird nutzerfreundlich damit umgehen können oder die Systeme in unseren Alltag adaptieren können. Inhalte müssen nicht nur überall und auf den verschiedensten Endgeräten verfügbar sein, sie müssen auch noch sicher, integriert und nachvollziehbar ("compliant") verwaltet werden. Enterprise Content Management setzt hier an und sorgt für eine flexible Plattform für Content und Prozesse.

Wie gehen Sie mit Innovationen um und wie fördern Sie die Innovationskraft in Ihrer Organisation? Lesen Sie dazu auch meinen Beitrag auf http://www.otsocialbusiness.net/blog_article.html?objectId=1.26.910 Ich bin gespannt auf Ihre Meinung und ob Sie die Meinung von Markus Ernesti teilen: "Unternehmen sind keine Early Adopter"

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4Nov/110

Pack’s weg oder ich tue das!

Wie Sie schon wissen, bin ich ein Mobility Junkie. Ich nehme mein Smartphone wirklich überall mit hin und schaue acuh relativ häufig drauf. Allerdings gibt's da eine Ausnahme: Meetings. Was machen Sie, wenn Sie in ein Meeting gehen? Nehmen Sie Ihr Smartphone/Blackberry mit? Oder sogar Ihr Notebook? Und wenn ja, nutzen Sie das während des Meetings?

Ich bin sehr häufig in internen Meetings und gebe Kundenpräsentationen. Und nur sehr selten erlebe ich einen komplett "Gadget"-freien Termin. Offene Notebooks, auf denen während einer Präsentation gearbeitet wird und Blackberrys, auf denen alle 5 Minuten die Mails gecheckt werden sind mittlerweile üblich.

Mich als Präsentierenden führt das zu weiteren Fragen: Ist das Thema zu langweilig? Präsentiere ich schlecht? Sind die Teilnehmer vieleicht sogar nur aus Versehen in diesem Meeting und beschäftigen sich deswegen nicht mit dem Inhalt? Auf jeden Fall beeinflusst die Gadget-Benutzung meinen Vortrag. Es gibt mir das Gefühl, ich könnte auch irgendetwas Beliebiges erzählen, da einige Teilnehmer sich offensichtlich mit etwas Anderem beschäftigen.

Wie kann man diese Situation ändern? Jeder Präsentations-Coach wird sagen: Sprich das Thema an - frag offensiv in die Runde, ob andere Dinge gerade wichtiger sind, dann kann man das Meeting ja gegebenenfalls verschieben. In internen Terminen bin ich mittlerweile dazu übergegangen, dies auch wirklich genau so zu tun. Das funktioniert allerdings nur, wenn ich die Rolle des Moderators habe. Bei Kundenterminen gestaltet sich das deutlich schwieriger. So richtig traue ich mich das ehrlich gesagt nicht. Ich will ja niemanden "vor den Kopf stossen".

Warum eigentlich nicht? Schließlich habe ich mir viel Zeit genommen, mich vorzubereiten und eine gute Präsentation abzuliefern. Beim nächsten Kundentermin lege ich am besten Spielregeln fest: keine Gadgets während der Präsentation, dafür eine längere Pause, in der sich jeder um das wichtige Tagesgeschäft kümmern kann. Vieleicht hilft aber auch genau an dieser Stelle das Einbinden der "Mobile Junkies". Beim nächsten Mal frage ich einfach, ob der iPhone-Besitzer nicht mal ein Foto vom Whiteboard machen und das dann direkt in die Dropbox hochladen kann. Oder ich danke dem ewigen Mail-Schreiber, dass er direkt die Aufgabe des Protokoll-Schreibens übernimmt.

Was sind Ihre/Eure Erfahrungen? Wer "verbietet" in Meetings Gadget-Nutzung und wer traut sich nicht wirklich? Ich freue mich auf Kommentare!

PS: In der Schule ist das heute ziemlich einfach, da heisst's nur: Pack's weg oder Du kannst es Dir nach den Sommerferien bei mir abholen - daher auch der Titel.

PPS: Ich geb's zu, die Idee zu diesem Blogeintrag kam mir während eines Meetings und ich hab ihn gleich dort in Evernote eingetragen. Ich gelobe Besserung und gehe im nächsten Meeting wieder mit gutem Beispiel voran!

21Okt/110

ECM und Multi-Channel

Das Verhalten von Kunden hat sich grundlegend verändert. Informationen und Käufe werden über diverse Kanäle getätigt. Dabei werden sowohl Online- als auch Offlinekanäle genutzt, meistens sogar gleichzeitig. Der Kunde hat heute eine große Auswahl. Er kauft letztendlich dort, wo er den besten Preis, die beste Beratung oder das beste Produkt erhält – am besten natürlich alles zusammen an einem Ort. Die Orte sind entscheidend für den Erfolg eines Anbieters: Geschäft, Katalog mit Fax oder Telefon, Online-Shop, Facebook usw.
Um Informationen und Angebote über eine Vielzahl von Kanälen zu transportieren und erfolgreich darzustellen bedarf es einer Konsistzenzstrategie.

Wie erreiche ich dieses Ziel?

Für eine komplexe und erfolgreiche Web Engagement Solution bietet sich Enterprise Content Management als Lösung an. ECM ermöglicht die Einbindung der erforderlichen Backend-Systeme, ermöglicht ein Multi-Channel-Delivery und sorgt für Datensicherheit und Archivierung.

Eine wesentliche Rolle übernimmt hierbei das Web Content Management. Die objektorientierte Erfassung von Inhalten, der direkte Zugriff auf die Backend-Systeme, automatische Erzeugung von Übersetzungsprozessen und die einfache Selektion der Delivery-Channels ist für den Redakteur grundlegende Voraussetzung. Hier liegt die Herausforderung der WCM Systeme und der Template-Designer.

Sehen wir uns einmal die Vielzahl der Delivery-Channels an:

Geschäfte: POI, Video Walls, Visual Displays
Print: Output-Management
Online: Corporate Website, Microsite, Shop, App, Social Communities, Twitter, Facebook…
Suche: Metadaten

Moderne ECM Systeme bieten heute die Möglichkeit diese Themen abzudecken und ROI’s lassen sich leicht und erfolgreich darstellen.

Wie sieht das Web Engagement Management Szenario aus:

OT WEM Multi-Cannel

Web Engagement Lösung

Das dargestellten Szenario bildet die Möglichkeit der direkten Vergleichbarkeit zwischen Multi-Channel-Selling und Multi-Channel-Delivery an elektronische Endgeräte. Eine Einbindung von Customer Communication Lösungen für Printmedien sollte dabei nicht fehlen. Facebook, Twitter, YouTube etc. sind weitere Channels in diesem Szenario.

Eine objekt-orientierte Erfassung des Contents mit direkter Entscheidung und Selektierung der Channels optimiert die Prozesse. Die Selektierung der Channels über Metadaten/Schlagworte kann die Prozesse weiter automatisieren. Die Vereinfachung der Arbeit für die Redakteure auf Basis von intelligenten Templates ist enorm zeitsparend und effizient.

Die steigenden Umsätze im Online-Marketing und immer neue Channels erfordern eine schnelle und effiziente Erfassung der Inhalte und eine variable Auslieferung in unterschiedlichen Formaten. Web Engagement Lösungen auf Basis von Enterprise Content Management gewährleisten eine zukunftssichere Plattform.

7Okt/110

Nein, ich esse meine Suche nicht!

Mit vielen Webseiten ist es so wie mit Frühstücksbuffets in großen Hotels:  super Auswahl, super Aussehen, noch mehr Auswahl. Nur leider fühle ich mich ohnehin schon überfordert und finde mich nur schwer zurecht - insbesondere dann, wenn ich zum ersten Mal Gast bin und die Nacht kurz war. Dann suche ich und suche ich und sehe vieles aber was mir eigentlich schmeckt finde ich nicht.

Mit vielen Webseiten habe ich das gleiche Problem: ein riesiges Angebot an Inhalten, aber wo ist die Information, die ich wirklich suche? In nur wenigen Klicks zum Kauf bzw. zur Info: Fehlanzeige! Und um die Suche zu nutzen muss ich schon wissen, wie der Fachbegriff bei diesem konkreten Anbieter heißt, um ein brauchbares Ergebnis zu bekommen. Da gibt es für mich nur eine Entscheidung: Und tschüss!

Was will ich wirklich? Ich will finden! Ich will, auch ohne Experte zu sein, den richtigen Inhalt erreichen können - und das mit so wenigen Klicks wie möglich. Da gibt es aus meiner Sicht drei Wege zum Ziel:

  1. Der Anbieter kennt mich. Dann sollte eine personalisierte Seite mich zu meinen bevorzugten oder den Inhalten führen, die mich interessanten könnten.
  2. Ich bin neu hier. Trotzdem hätte ich gerne Empfehlungen ("Recommendations") zu Inhalten die - neue - Benutzer sich ansehen sollten oder typischerweise als erstes aufrufen. Sollte doch kein Problem sein, oder?
  3. Ich will finden, weiß aber nicht wonach ich suchen muss. Die Suche sollte mich unterstützen und mich gezielt zu den richtigen Inhalten navigieren, auch wenn ich völlig unspezifische allgemeine Begriffe eingebe. Das sollte intuitiv funktionieren und zwar mit Hilfe von Facetten (z.B. Eingrenzung auf Personen, Orte, Schlagwörter etc.) und anderen Filtern. Super: so werde ich nebenbei noch zum Experten und habe mit ein paar Klicks selbst große Treffermengen eingegrenzt und meinen Inhalt gefunden!

Neulich war ich auf der KnowTech, einem der größten Kongresse in Deutschland zum Thema Wissensmanagment. Hier treffen sich Experten die genau dieses Problem versuchen zu lösen: wie kommt das Wissen von denen die es haben (sollten) zu denjenigen die es brauchen. Die Bereitstellung des Wissens steht auf einem anderen Blatt; hier interessiert mich die Perspektive des Suchenden. Häufig scheitert der Erfolg an zuvielen Informationen und der Struktur. Die Struktur kann in dem einen Fall zu ausgeprägt, im anderen zu wenig vorhanden sein. Wie immer: wie man es macht, macht man es falsch und vor allem keinem Recht.

Auch im Jahre 22 des Webs ist die Organisation und Suche von Informationen noch eine Herausforderung - sowohl für Content-Ersteller, Content-Organisatoren und Content-Konsumenten. Wissen schlummert in diversen Repositories - ungenutzt. Inhalte könnten Kunden überzeugen - unauffindbar. Informationen im Kontext wären wertvoll - unzureichende Metadaten. Geht es Ihnen ähnlich? Suchen Sie auch häufig vergeblich? Verzweifeln Sie an der Organisation von wertvollen Informationen? Ich freue mich auf Ihre Kommentare und bin gespannt wie Sie verhindern, dass Ihre Kunden sagen: "Nein, eure Suche esse ich nicht!"

Quelle Bilder: http://commons.wikimedia.org und Greentech Communications GmbH

3Okt/110

Buchtipp: Nur Tote bleiben liegen

 

Nur Tote bleiben liegen - Förster Kreuz

Ich weiß gar nicht mehr, wer dieses Buch in den Ring geworfen hat, aber ich erinnere mich gut daran, dass die grüne Farbe des Einbandes nicht nur Blinde wieder zu Sehenden macht (und damit meine ich wirklich nur die Farbe), sondern mit Sicherheit auch Tote wieder zum Aufstehen zwingt. Aber mal von der Signalfarbe abgesehen (die braucht es gar nicht): ein extrem spannendes Buch für alle die, die Förster & Kreuz noch nicht kennen und eine sehr humorvolle Auffrischung der Themen Andersdenken und  innovativ sein, aus den älteren Büchern, mit frischen Beispielen.

Aber Vorsicht, Lebensgefahr!

Für alle, die in einem relativ „normalen Berufsleben“ stehen, kann das lesen diese Buches bedeuten, dass das ruhige Leben in Gefahr ist und viele Denkweisen und Handlungsstränge auf den Kopf gestellt werden.

Ok, vieles ist bekannt und wenn man in einer relativ innovativen Branche unterwegs ist, kennt man auch viele der Beispiele. Trotz alledem erweckt die geballte Ladung an "Andersdenken" den Willen (so war es in jedem Fall bei mir) in jedem Leser, das Unternehmen in dem er tätig ist (und auch hier egal in welcher Position), völlig umzukrempeln und auf den Kopf zu stellen.

Wenn ich jetzt sage aus meiner Sicht ist das Buch sehr schnell geschrieben, meine  ich nicht in kurzer Zeit zusammengeschrieben, sondern  schnell zu lesen und vor allen Dingen sehr schnell in die Gedanken der Leser integriert.

Ich habe mir an vielen Stellen im Buch gedacht: was wollt Ihr mir den jetzt erzählen und zwei Sätze später kam dann: „Sie denken bestimmt wir wollen Ihnen jetzt erzählen das…“, so dass ich mir ein Lächeln über mich selbst nicht verkneifen konnte.

Eine Kritik muss ich trotz aller Lobhudelei loswerden. Das Hörbuch hat mich von den Stimmen her enttäuscht. Den Stimmen fehlen Emotionen, ganz im Gegensatz zum Inhalt.

Ich weiß nicht ganz genau, welche die neue Trendfarbe in den nächsten Jahren sein wird, aber ich habe mir von meiner Lebensgefährtin sagen lassen, dass Lila sehr im Fokus liegt.
Egal welche Farbe auch immer der Umschlag des nächsten Buches bekommen wird, ich freue mich auf den Inhalt.

Falls Förster & Kreuz diese Besprechung zufällig lesen habe ich noch eine kleine Herausforderung für Euch: Die innovativen Ideen die Ihr habt, umgesetzt in einem spannenden eBook unter Berücksichtigung aller modernen Möglichkeiten die z.B. ein iPad bietet.

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30Sep/110

Die Matrix lebt! Virtuell wird Realität.

Wie soll der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen? Diese Frage stellt Bianca Gade im netmedia Blog und möchte mit den Antworten ein ebook erstellen. Wir von F4ECM haben uns überlegt, was wir dazu beitragen können und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir heute schon recht nah dran sind, am Arbeitsplatz, wie wir ihn uns vorstellen. Dabei geht es uns primär um die Fragestellung, wie wir arbeiten bzw. arbeiten wollen. Unsere Unterhaltung dazu haben wir hier aufgeschrieben.

Wie war das eigentlich damals?

Klaus: Mein damaliger Chef Werner sagte zu mir: “Da gibt es zwei Kollegen, Marc und Thomas, unterhalte Dich mal mit denen!”. Gesagt, getan und dann kam noch Matthias dazu.

Matthias: Erstmal ging es um den abteilungsübergreifenden Austausch. Wir haben bemerkt, dass wir alle an ähnlichen Themen arbeiten; da mussten wir einen Weg finden, uns auszutauschen und gemeinsam an (Kunden-)Projekten zu arbeiten.

Marc: Und irgendwann haben wir uns dann einfach mal in Hamburg getroffen und unser virtuelles Team ins Leben gerufen. Seitdem treffen wir uns regelmäßig und haben die ersten gemeinsamen Projekte umgesetzt, wie z.B. unsere Mobility Show auf den letzten Content Days.

Hat man euch das einfach so erlaubt?

Klaus: Ja, bei mir war das so und das war gut so, denn wir arbeiten heute immer noch gemeinsam zusammen.

Thomas: Dabei war es nicht nur so erlaubt, sondern explizit gewünscht, jedenfalls von meinem Management. Wir wollen und sollen nicht in unserem Elfenbeiturm sitzen und unsere Themen für uns aufarbeiten. Unser Ziel ist es auch die Sichtweise der anderen Abteilungen und auch der europäischen Kulturunterschiede zu berücksichtigen um voneinander zu profitieren und zu lernen.Warum funktioniert etwas in Deutschland aber in Schweden nicht und was machen die Engländer anders?

Matthias: Naja, unser Austausch hat ganz gut funktioniert und wir konnten ja auch relativ schnell einige gute Ideen und Aktionen beisteuern und umsetzen. Bei OpenText ist viel die Rede von “purpose-driven virtual teams” - ich denke das trifft voll und ganz auf uns zu: der Zweck ist die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit an innovativen Themen und die schnelle Umsetzung von Ergebnissen von denen die gesamte Organisation profitieren kann.

Und dann?

Thomas:Die große Frage, die wir leider nicht mit 43 beantworten konnten. Wie können wir die großen Themen im ECM-Bereich sowie Social Media und Mobility für unsere Kunden im Business-Zusammenhang darstellen und das ganze auf keinen Fall mit PowerPoint?

Matthias: Dann, dann kam der OpenText Content Day, die jährliche Kundenveranstaltung mit über 500 Teilnehmern.

Marc: Unser erster gemeinsamer Auftritt...

Matthias, Klaus und Thomas bei den Proben zum Content Day

Erzählt doch mal was zum Content Day Projekt

Thomas:Wir wussten was wir erreichen wollten, hatten aber keinen blassen Schimmer wie. Nachdem wir dann in “Brainstorming Sessions” viele Ideen gesammelt hatten, haben wir sehr gnadenlos ausgesiebt. http://www.youtube.com/watch?v=JPqFNQCXF9Y
Was war Umsetzbar, finanziell, zeitlich und vor allen Dingen wie passt das zusammen.

Klaus: Die Entwicklung des Storybooks hat einfach nur Spaß gemacht und das Ergebnis war auch Dank unseres Videofilmers Hans-Jürgen einfach super..

Marc: Umgesetzt haben wir dann ein dreiteiliges Bühnenstück mit echten Beispielen aus dem ganz normalen Business-Alltag: schnell mal eben was erledigen, ohne dass man dafür im Büro sein muss. Einfach mobil arbeiten, das haben wir dann etwas anders als sonst dargestellt.

Wie findet ihr denn eure Themen?

Klaus: Die Frage muß für mich eigenlich lauten: “Warum findet ihr neue Themen?”. Weil sich aus unseren Ideen viele gute, neue Themen ergeben. Das ganze basiert sehr stark auf Anregungen von Kollegen, aus unseren Produkten und natürlich viel lesen, online und offline (das sind Bücher).

Thomas: In unserem Arbeitsumfeld passiert täglich etwas Neues. Wir tauschen uns viel aus und beobachten was den Markt und vor allen Dingen unsere Kunden bewegt oder für diese spannend werden könnte.

Matthias: Unsere Themen sind sicher innovativ und manchmal ein bisschen der Zeit voraus. Da muss man aufpassen nicht zu weit voraus zu preschen. Aber als “Think Tank” muss man wohl auch ein bisschen “spinnen” dürfen, oder?

Marc: Und das mit dem “Spinnen” funktioniert ganz gut, vor allem bei uns. Einer hat immer Ideen, die diskutieren wir dann und machen mit den besten weiter.

Und wie arbeitet ihr konkret zusammen?

Thomas: Wir reden, zeichnen, streiten, lachen (sehr viel) und finden dann beim Türken oder Griechen (gemeinsames Mittagessen) bis jetzt immer einen gemeinsamen Konsens. Sollte das nicht mehr funktionieren werden wir mal den Italiener ausprobieren.

Marc: Ich hoffe allerdings sehr, dass es soweit nicht kommt! Wirklich spannend an unserer Arbeitsweise finde ich, dass wir teilweise mit komplett konträren Meinungen an ein Thema herangehen und im Endeffekt bei einem gemeinsamen Ergebnis landen. Dabei überzeugen wir uns gegenseitig mit Argumenten, ohne dass jemand wirklich große Zugeständnisse machen muss sondern jeder zu jedem Ergebnis vorbehaltlos steht.

Matthias: … das geht aber nur bei gegenseitiger Wertschätzung und der Akzeptanz, dass jeder auf einem anderen Gebiet zu Hause ist und ein paar Spezialerfahrungen aus der Vergangenenheit beisteuern kann. Wenn die wie hier alle einbezogen und genutzt werden kann viel Kreativität und Relevanz entstehen.

Was macht ihr mit den Ergebnissen?

Klaus: Unsere Kollegen, unsere Teams und unser Management stehen vielen Ideen offen gegenüber. Das motiviert und ermöglicht uns viele Umsetzungen.

Thomas: Wir stellen Sie in unserem Management vor und haben dabei das Glück nicht auf hierarchische Schranken zu treffen sondern auf Interesse und offene Ohren.

Matthias: Und wir versuchen natürlich die Ergebnisse in unsere Teams zurück zu tragen. Das klappt manchmal prima, manchmal weniger gut. Aber wir arbeiten dran.

Was würdet ihr anderen empfehlen?

Klaus: Findet Spaß an Euren Themen. Ihr seid kreativer als Ihr denkt. Sucht Euch Kollegen, die mitmachen.

Marc: Initiative, ein gesunder Antrieb, ist ein wichtiges Element. Jeder hat tolle Ideen, traut Euch einfach, diese auszusprechen und mit anderen zu diskutieren. Und lasst Euch auf keinen Fall demotivieren, falls eine Idee mal nicht funktioniert - ein Stürmer im Fußball braucht auch viele Schüsse, bevor mal einer trifft.

Thomas: Machen und nicht auf eine Einladung warten. Die kommt in den seltensten Fällen. Traut Euch etwas anders zu machen und sucht Euch Mitstreiter die für die gleichen Themen brennen. Überlegt Euch gut, wie und was Ihr vorstellt, das sollte sehr außergewöhnlich sein. Aber das Potential ist da, wenn der Schalter erst mal umgelegt wurde.

Matthias: Mut zu neuem Denken. Aber die Kommunikation, Politik und Organisation nicht vergessen!

Spielt die Technologie für euch eine Rolle?

Klaus: Zuerst nicht, da sind es Ideen und Themen. Dann natürlich auch die Technologien für die Umsetzung.

Thomas: Technologie ist nicht so wichtig für die eigentliche Arbeit aber für die Inspiration und die Ideenfindung.Wir arbeiten alle in einer Hightech Firma und sind somit auch Technik-verliebt. Ich arbeite gern mit dem iPad und interessiere mich für neue Entwicklungen. Aber wenn die Technik Mittel zum Zweck und nicht mehr im Zusammenhang zum Business steht und keine Mehrwerte erzeugt, stellen wir uns immer wieder die Frage ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Matthias: naja, Thomas, wir sind schon Spielkinder. Ich sag nur: Twitter, Blogs, Apple, Hangouts. Solange die Technik hilft besser zu kommunizieren und effizienter zu werden macht das für mich Sinn.

Marc: Wir sind zwar keine Nerds, lieben aber kleine Gadgets. Neue, coole Technologie ist bei uns schon immer auch ein Thema.

Proben vor der riesigen Leinwand

Ist das effizient?

Klaus: Einfach nur: Ja.

Marc: Auf jeden Fall ist der Output bis jetzt ziemlich gut angekommen.

Thomas: Für die Themen die wir bearbeiten auf jeden Fall! Bei uns geht es viel um Kreativität und um neue Sichtweisen. Dafür muss man sich austauschen und kann nicht vor einem weißen Blatt im stillen Kämmerlein sitzen.

Matthias: Sehe ich auch so: der Output / Zeit ist schon recht hoch.

Was inspiriert euch?

Klaus: Marc!

Marc: Thomas!

Thomas: Matthias!

Matthias: Klaus!

Spielt für euch Freizeit eine Rolle?

Klaus: Eine sehr wesentliche Rolle. Nur mit Familie und meinen Hobbys kann ich richtig abschalten und neue Energie aufladen. Na ja, so bei der Auswahl von Literatur ist Arbeit und Freizeit schon oft eng bei einander.

Marc: Aus meiner Sicht ist das eine Frage der Definition von Freizeit bzw. von Arbeit. Wenn ich am Wochenende Mails lese oder einen Blogbeitrag schreibe, ist das Arbeit? Wenn ich am Montag um 9 Uhr die neuesten Nachrichten von Mashup lese und aktuelle Blogbeiträge scanne, ist das Freizeit?

Matthias: Die Familie darf nicht zu kurz kommen! Ich sehe schon einen Trend zur Verschmelzung von Arbeit und Freizeit, da die Kommunikation einen überall hin begleitet - und das in beide Richtungen.

Was plant ihr für die Zukunft?

Klaus: Ich lebe eigentlich im “heute”. Die Zukunft entwickelt sich automatisch aus unserer Zusammenarbeit.

Thomas:Weitermachen, neue Themen aufgreifen und Kollegen ermutigen und inspirieren ähnliche Wege einzuschlagen.

Marc: Noch mehr Ideen generieren und immer wieder ausprobieren. Und vor allem: falls mal was nicht funktioniert: lernen und mit dem nächsten Projekt weitermachen.

Matthias: Tu’ Gutes und rede drüber. Don’t do stupid!

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